Lionel Rogg in der Neanderkirche Düsseldorf 1998
MartinH, Sonntag, 16. Februar 2025, 20:56 (vor 574 Tagen)
bearbeitet von MartinH, Sonntag, 16. Februar 2025, 21:05
Habe noch eine alte Neanderkirchenaufnahme hochgeladen.
https://youtube.com/watch?v=W44D9xDNUTk
Da war schon gut was los zu diesem Festival innerhalb 1 oder 2 Wochen vor jetzt bald 30(!) Jahren. Diesmal habe ich komplett hochgeladen (bei W. Jacob, der zu der Zeit leider schon sehr krank war, bewusst nur den Reger und "ihn"), weil das einfach ein schönes Programm und roter Faden ist. Da machen einzelne (wenige) Rutscher (beim Martin) wirklich nichts aus, finde ich.
Und einmal mehr: gottseidank war die damals noch gleichstufig gestimmt, die heutige Stimmung tut den Stücken allen nichts Gutes, imho.
PS Almut Rößler hätte ich auch noch, bin mir aber noch unschlüssig. Nur Messiaen in dieser f*** trockenen Akustik (prallvolle Kirche immer!) ist nicht gerade sinnlich...
Lionel Rogg in der Neanderkirche Düsseldorf 1998
Orlos
, Montag, 17. Februar 2025, 00:15 (vor 574 Tagen) @ MartinH
PS Almut Rößler hätte ich auch noch, bin mir aber noch unschlüssig. Nur Messiaen in dieser f*** trockenen Akustik (prallvolle Kirche immer!) ist nicht gerade sinnlich...
Ja, das dachte ich beim Anhören von "Dieu parmi nous" auch. Die Stücke von Rogg empfand ich nicht als so inspirierend.
Lionel Rogg in der Neanderkirche Düsseldorf 1998
Friedrich
, Montag, 17. Februar 2025, 00:21 (vor 574 Tagen) @ Orlos
PS Almut Rößler hätte ich auch noch, bin mir aber noch unschlüssig. Nur Messiaen in dieser f*** trockenen Akustik (prallvolle Kirche immer!) ist nicht gerade sinnlich...
Ja, das dachte ich beim Anhören von "Dieu parmi nous" auch. Die Stücke von Rogg empfand ich nicht als so inspirierend.
Also ich weiß nicht. Ich habe mich als Schüler an ihren Neander-Platten besoffen gehört. Wenn die Weisen endlich ankommen, und dann "Taa-Taa-Tataa-Taaaa ..." Das fand ich extrem aufregend. Wer braucht schon Hall.
Lionel Rogg in der Neanderkirche Düsseldorf 1998
MartinH, Montag, 17. Februar 2025, 07:33 (vor 573 Tagen) @ Friedrich
...in allerdings unbesetztem Raum (und vielleicht manchem techn. "Mätzchen").
Tatsächlich gibt es ja Unmengen Älteres von dort, was ich mal versucht habe, hier aufzulisten:
https://organindex.de/index.php?title=D%C3%BCsseldorf/Altstadt,_Neanderkirche
Die Orgel schlägt sich aber allgemein auch im vollbesetzten, kleinen Raum gut, auch klanglich interessant die Walzer von Mazzanti:
https://youtube.com/watch?v=RpjLGAT_uXk&t=954s
Lionel Rogg in der Neanderkirche Düsseldorf 1998
MartinH, Montag, 17. Februar 2025, 07:27 (vor 573 Tagen) @ Orlos
bearbeitet von MartinH, Montag, 17. Februar 2025, 07:41
Diese bekannten Messiaen-"Hits" mit "Drive" finde ich klanglich durchaus vertretbar bzw. die haben so sogar was für sich. Das komplette "Livre du Saint Sacrement" (iirc; irgendwie auch nochmal trockener, leider habe ich keine Raumimpulsantwort von dort) ist dann aber doch nochmal eine andere Hausnummer.
PS Allerdings habe ich auch immer versucht, etwas zu "experimentieren". So klingt Guillou doch einiges anders als Jacob (und die anderen Mitschnitte).
Lionel Rogg in der Neanderkirche Düsseldorf 1998
MartinH, Montag, 17. Februar 2025, 12:23 (vor 573 Tagen) @ MartinH
bearbeitet von MartinH, Montag, 17. Februar 2025, 13:33
PS Ich glaube, ich lade noch diese alte LP/CD hoch, löschen (lassen) kann man ja immer...
https://www.discogs.com/release/2911795-Oskar-Gottlieb-Blarr-Mussorgski-Und-Bart%C3%B3k...
Dürfte schon lange vergriffen sein (Label ist auch schon lange Geschichte).
Da kann man sowohl klanglich (andere Aufnahmephilosophie damals, auch techn. bedingt) und interpretatorisch vergleichen. Wobei ich die Mussorgsky-Transkription (besser: Übertragung, offensichtlich nichts geändert) nicht so gelungen finde, die neuere von Frank Volke "nebenan gespielt" gefällt mir deutlich besser und ist instrumentengerechter (andere kenne ich nicht).
https://www.youtube.com/watch?v=xZVq2hW48zk
Nebenbei: Ich glaube, es war die, wo er im Booklet schrieb, dass innerhalb der Stücke bewusst nicht geschnitten wurde, tolle Leistung!
Begleittext ist schon online:
https://www.discogs.com/release/2911795-Oskar-Gottlieb-Blarr-Mussorgski-Und-Bart%C3%B3k...
PS Unten im Video hat sich irrtümlicherweise O. Vernet als falsch zugeordneter Interpret reingeschlichen. Auf meinen Einspruch wurde der Anspruch bereits zurückgezogen (sehr schnell, viele reagieren gar nicht, sodass man 1 Monat warten muss). Keine Ahnung, warum der trotzdem noch dasteht.
Lionel Rogg in der Neanderkirche Düsseldorf 1998
Karl-Bernhardin Kropf
, Rostock, Montag, 17. Februar 2025, 13:54 (vor 573 Tagen) @ MartinH
PS Ich glaube, ich lade noch diese alte LP/CD hoch, löschen (lassen) kann man ja immer...
https://www.discogs.com/release/2911795-Oskar-Gottlieb-Blarr-Mussorgski-Und-Bart%C3%B3k...Dürfte schon lange vergriffen sein (Label ist auch schon lange Geschichte).
Da kann man sowohl klanglich (andere Aufnahmephilosophie damals, auch techn. bedingt) und interpretatorisch vergleichen. Wobei ich die Mussorgsky-Transkription (besser: Übertragung, offensichtlich nichts geändert) nicht so gelungen finde, die neuere von Frank Volke "nebenan gespielt" gefällt mir deutlich besser und ist instrumentengerechter (andere kenne ich nicht).
https://www.youtube.com/watch?v=xZVq2hW48zk
Nebenbei: Ich glaube, es war die, wo er im Booklet schrieb, dass innerhalb der Stücke bewusst nicht geschnitten wurde, tolle Leistung!Begleittext ist schon online:
https://www.discogs.com/release/2911795-Oskar-Gottlieb-Blarr-Mussorgski-Und-Bart%C3%B3k...
Ich muss sagen, dass mich diese LP sehr enttäuscht und aufgrund des Eigenlobs mein Bild von Blarr geprägt hat (spätere Interviews etc. haben es nicht korrigieren können, auch wenn ich Wertschätzung für seine Verdienste habe). Meines Erachtens kommt er bei den "Bildern" weder an das Klavier und noch weniger an die Ravel-Orchestrierung heran. Zugeben muss ich, dass ich ein Jünger von Isao Tomita war (irgendwie auch noch ein bißchen bin), und diese Latte ist natürlich mit konventionellen Instrumenten kaum zu knacken, unabhängig von ästhetischen Fragen. Aber wie gesagt, auch Klavier und vor allem Ravel finde ich interessanter.
Wenn er es auf einer Orgel mit mehr Hilfsmitteln später noch mal gemacht hätte, wäre eventuell etwas für mich Interessanteres herausgekommen.
Definitiv ist zu würdigen, dass Rößler und Blarr diese Orgel einfach intensiv genutzt haben und nicht lange gefragt, ob sie stilistisch für dies oder jenes wirklich passt.
Blarr mit Mussorgsky & Bartok 1976, war: Lionel Rogg in der Neanderkirche Düsseldorf 1998
MartinH, Montag, 17. Februar 2025, 14:09 (vor 573 Tagen) @ Karl-Bernhardin Kropf
bearbeitet von MartinH, Montag, 17. Februar 2025, 14:20
Damit bekannt ist, über was wir reden (öffentlich wird's erst, wenn ich den Text dazu ordentlich schreiben konnte). Der M. klingt teilweise schon recht merkwürdig. Wobei ich vielleicht erstmal die Original-Klavierfassung richtig kennenlernen sollte. Im Kopf herum schwirrt mir immer nur der Volke.
https://youtu.be/-97PMVMHmYg?si=c7Wh0-dJnqIpANs7
Blarr mit Mussorgsky & Bartok 1976, war: Lionel Rogg in der Neanderkirche Düsseldorf 1998
Karl-Bernhardin Kropf
, Rostock, Montag, 17. Februar 2025, 15:37 (vor 573 Tagen) @ MartinH
bearbeitet von Karl-Bernhardin Kropf, Montag, 17. Februar 2025, 15:41
Damit bekannt ist, über was wir reden (öffentlich wird's erst, wenn ich den Text dazu ordentlich schreiben konnte). Der M. klingt teilweise schon recht merkwürdig. Wobei ich vielleicht erstmal die Original-Klavierfassung richtig kennenlernen sollte. Im Kopf herum schwirrt mir immer nur der Volke.
https://youtu.be/-97PMVMHmYg?si=c7Wh0-dJnqIpANs7
Die Bartok-Volkslieder habe ich oft am Klavier begleitet (Vl+Klav). Auch hier würde ich aus heutiger Sicht z. B. noch öfter die (an sich eindrucksvollen) Registrierungen wechseln, mehr Abwechslung schaffen. Könnte aber sein, dass man damals noch nicht so sehr auf kurze Aufmerksamkeitsspannen geschielt hat. Dennoch, es wäre mnir auch "so" ein Bedürfnis. Sollte es damals aber keine Setzeranlage gegeben haben oder diese viel Lärm verbreitet haben, wäre die Entscheidung zu mehr Ökonomie im Klangwechsel nachvollziehbar.
Mussorgsky, schon die Promenade: Dass klanglich Solo und Akkordblöcke auf einer Ebene sind, ist ein Verlust. Nein, das Wiederhören (danke für den Upload!) bestätigt meine Enttäuschung.
EDIT: Und dann hört man sich doch widder fest, einfach weil die Komposition so stark ist...
Blarr mit Mussorgsky & Bartok 1976, war: Lionel Rogg in der Neanderkirche Düsseldorf 1998
MartinH, Montag, 17. Februar 2025, 18:34 (vor 573 Tagen) @ Karl-Bernhardin Kropf
Die Bartoks gefallen mir ausnehmend gut - allerdings, ohne das Original zu kennen. Spielt sowas heute noch jemand auf die Art? Tausendmal interessanter als das Popgedudel. Und auch beim Mussorgsky will ich meine Kritik deutlich zurücknehmen, nachdem ich intensiver reingehört habe. Muss man sich wohl drauf einlassen. Klar ist alles etwas großflächiger und "klangberauschter" gedacht. Setzeranlage etc. müsste auf dem Organ index stehen. Da klingt was aus einer schon etwas anderen Zeit herüber. Spannend. Orgelbewegung hin oder her, mit dem Bau war sicher jemand "stolz wie Oskar".
PS War die LP früher richtig bekannt? Bin ich zu jung für. Ich finde, die verdient auf jeden Fall Verbreitung (auf das Risiko einer Verwarnung...).
Blarr mit Mussorgsky & Bartok 1976, war: Lionel Rogg in der Neanderkirche Düsseldorf 1998
Karsten
, Montag, 17. Februar 2025, 19:12 (vor 573 Tagen) @ MartinH
Die Bartoks gefallen mir ausnehmend gut - allerdings, ohne das Original zu kennen.
https://www.youtube.com/playlist?list=PLp8RBjtazvksRH4BUIHVao2XcgbYT9qyy
Romanian Folk Dances (6), for piano (Román népi táncok), Sz.56, BB 68 - ab Track 20,
Sonatina, BB 69, Sz.55 - ab Track 26
Mikrokosmos, BB 105 (Sz.107), Book VI: No.148 Dances (6) in Bulgarian Rhythm - ab Track 250
Kocsis' Aufnahme ist mit die Referenz heute...
Spielt sowas heute noch jemand auf die Art? Tausendmal interessanter als das Popgedudel.
Och habe Pascale Rouet einmal mit diesen Tänzen gehört.
Und auch beim Mussorgsky will ich meine Kritik deutlich zurücknehmen, nachdem ich intensiver reingehört habe. Muss man sich wohl drauf einlassen. Klar ist alles etwas großflächiger und "klangberauschter" gedacht. Setzeranlage etc. müsste auf dem Organ index stehen. Da klingt was aus einer schon etwas anderen Zeit herüber. Spannend. Orgelbewegung hin oder her, mit dem Bau war sicher jemand "stolz wie Oskar".
PS War die LP früher richtig bekannt? Bin ich zu jung für. Ich finde, die verdient auf jeden Fall Verbreitung (auf das Risiko einer Verwarnung...).
Die Aufnahme hat es sogar auf CD geschafft. Aber ich fürchte, dass sie "ein Kind ihrer Zeit" ist und gerade angesichts der zahlreichen neueren Orgeltranskriptionen der "Bilder" nicht (mehr) überzeugen kann...
Gruß
Karsten
Blarr mit Mussorgsky & Bartok 1976, war: Lionel Rogg in der Neanderkirche Düsseldorf 1998
MartinH, Montag, 17. Februar 2025, 19:53 (vor 573 Tagen) @ Karsten
Die Bartoks gefallen mir ausnehmend gut - allerdings, ohne das Original zu kennen.
https://www.youtube.com/playlist?list=PLp8RBjtazvksRH4BUIHVao2XcgbYT9qyy
Romanian Folk Dances (6), for piano (Román népi táncok), Sz.56, BB 68 - ab Track 20,
Sonatina, BB 69, Sz.55 - ab Track 26
Mikrokosmos, BB 105 (Sz.107), Book VI: No.148 Dances (6) in Bulgarian Rhythm - ab Track 250
Kocsis' Aufnahme ist mit die Referenz heute...
Gegen feinfühliges Klavier hat es die Orgel natürlich immer schwer...
Die Aufnahme hat es sogar auf CD geschafft.
Von einer solchen kopierte ich. Klar Kind ihrer Zeit, aber reinhören und vergleichen lohnt (für mich) durchaus.
Aber ich fürchte, dass sie "ein Kind ihrer Zeit" ist und gerade angesichts der zahlreichen neueren Orgeltranskriptionen der "Bilder" nicht (mehr) überzeugen kann...
noch einer, war:Blarr mit Mussorgsky & Bartok 1976
MartinH, Montag, 17. Februar 2025, 21:50 (vor 573 Tagen) @ MartinH
Nicht schwer zu erraten: Wer spielt sich, Muffat, Fuchs, Schmidt und Impro als Zugabe? Wunderbar gespielt und auch der Klang ist ok. Kommt auch noch nach hoffentlich kompletter Freigabe.
Nur mit A. Rößler weiß ich noch nicht so recht, sicher gespielt, aber klanglich schwierig...
noch einer, war:Blarr mit Mussorgsky & Bartok 1976
Karl-Bernhardin Kropf
, Rostock, Dienstag, 18. Februar 2025, 07:25 (vor 572 Tagen) @ MartinH
Nur mit A. Rößler weiß ich noch nicht so recht, sicher gespielt, aber klanglich schwierig...
In der Lübecker Hochschule ist in der Bibliothek grad wieder das Flohmarkt-Regal in Betrieb (Ausschuss und nicht verwertbare Sachspenden), da erstand ich letzte Woche das Doppel-Buch (bzw. Buch mit Anhang) Ingrid Hohlfeld-Ufer: "Die musikalische Sprache Olivier Messiaens dargestellt an dem Orgelzyklus "Die Pfingstmesse" und Almut Rößler: "Zur Interpretation der Orgelwerke Messiaens" für 50 Cent. Hat keine Signatur, aber den Bleistiftpreis 20,-... vermutlich D-Mark? Ausgabe von 1978 (Gilles & Francke, Duisburg), die CIP-Kurztitelaufnahme nennt nur den Hohlfeld-Teil.
Ist das die Originalgestalt des Rößler-Werkes oder gab es das auch mal separat? Ich freute mich jedenfalls über den Fund.
Der Schriftsatz ist bereits digital, die Notenbeispiele im Hohlfeld-Teil wirken wie von Schülerhand gemalt, schön retro, sozusagen. (Diesbezüglich war einst Egidius Dolls Impro-Buch mit Nadeldrucker-Notenbeispielen "beeindruckend").
noch einer, war:Blarr mit Mussorgsky & Bartok 1976
Karsten
, Dienstag, 18. Februar 2025, 08:01 (vor 572 Tagen) @ Karl-Bernhardin Kropf
Hallo!
Das Bändchen gab es glaube ich getrennt. Rößler ist jedenfalls für Messiaen-Spieler eine Quelle, um die man nicht herumkommt. Gerade weil sie viel mit Messiaen zusammengearbeitet hat, dessen Ergebnis die Texte der Bändchen und Begleittexte zu LPs und CDs und natürlich die Aufnahmen und Konzerte bezeugen. In den Texten und Aufnahmen sind auch manche völlig anderen Registrierungen dokumentiert. Von daher: gratuliere zum Schnäppchen.
Das LdSS in toter Akustik erweckt die Atmosphäre der Uraufführung in Detroit (große Kirche, volles Haus und dann noch Teppiche...). Hoffentlich war es auch nicht genau so heiß...
Gruß
Karsten
noch einer, war:Blarr mit Mussorgsky & Bartok 1976
MartinH, Dienstag, 18. Februar 2025, 15:29 (vor 572 Tagen) @ MartinH
bearbeitet von MartinH, Dienstag, 18. Februar 2025, 17:36
Der mit Fuchs etc. ist natürlich Peter Planyavsky, von dessen (nahrhaftem) Konzert ich gerade schwer beeindruckt bin, besonders auch von seiner (so verschiedenen) Komposition und Schlussimprovisation (falls es denn wirklich eine ist und nicht doch notiert). Sowas "live" veröffentlichen zu können, ist eben richtig hohe Kunst.
https://youtu.be/eNnv8jL46hg?si=N2AmxdJAA1bBqzFH
Freigabe habe ich zwar noch nicht (sollte er hier mitlesen, bitte ich um Nachsicht :/), daher noch nicht gelistet/öffentlich. Ja, das war ein tolles Festival mit der Orgel-Creme-de-la-Creme. Als Vertreterin von Luxemburg kommt hoffentlich noch Pascale van Coppenolle, dann bin ich durch.
Lionel Rogg in der Neanderkirche Düsseldorf 1998
Borggrefe
, Donnerstag, 20. Februar 2025, 08:38 (vor 570 Tagen) @ MartinH
Laut Almut Rößler war es Messiaen ziemlich egal, auf welchen Orgeln, in welchen Kirchen, seine Orgelwerke gespielt wurden. Auch mit der Beckerath in der Johanneskirche war er einverstanden (irgendwann wurde dann aber dort doch auf Rößlers Initiative ein 16' ins "Schwellwerk" eingebaut). Ich fand es immer erstaunlich, wie großzügig der Meister mit den "Adaptionen" seiner Orgelwerke war, obwohl er sie derart penibel mit Registrieranweisungen versah.
Hab hier auf der Insel eine feine Schnitgerin, da lässt sich nach diesem Modus auch fröhlich einiges vom Maitre spielen...
HG, Matthias
--
MHB
Lionel Rogg in der Neanderkirche Düsseldorf 1998
MartinH, Donnerstag, 20. Februar 2025, 10:38 (vor 570 Tagen) @ Borggrefe
Soll ich "sie" doch hochladen? Ich schaue bzw. höre noch mal bei Gelegenheit, vielleicht hilft auch ganz wenig "Gnadenhall" (echt schade, dass ich keine Raumimpulsantwort von dort habe - zu der Zeit war das aber auch nicht so einfach). Wäre sicher eine schöne Erinnerung und Würdigung. Hatte übrigens gestern mit Fau Van Coppenolle gemailt, die gerne die Veröfffentlichungserlaubnis Ihres schönen Konzerts dieser Reihe gab, aber kritisch die verstimmten Zungen anmerkte. Dürfte dort wirklich schnell schwierig werden bei voller Besetzung und z.T. richtig hohen Temperaturen. Da live ordentlich oder sogar gut zu spielen, ist definitiv eine große Leistung - und dann noch solch einen großen Zyklus...
Die Messiaens von Rogg gefallen mir übrigens gut, kommen "gut aggressiv" rüber (ohne jetzt die Registrier"vorschriften" zu kennen).
PS Die Apparation klingt auf der positiv universellen Beckerath in St. Andreas nebenan auch gut (war aber nur eine einfachste Aufnahme, könnte sogar Minidisc gewesen sein, autodidakisch ohne Lehrer gelernt - wer findet übrigens den falschen Akkord ;)?)
https://youtu.be/1W3-s3AreOc?si=_B-oZNK17LbCYDwQ
Lionel Rogg in der Neanderkirche Düsseldorf 1998
Florian-L
, Donnerstag, 20. Februar 2025, 13:17 (vor 570 Tagen) @ MartinH
wer findet übrigens den falschen Akkord ;)?)
https://youtu.be/1W3-s3AreOc?si=_B-oZNK17LbCYDwQ
Bei Minute 5:38.
Lionel Rogg in der Neanderkirche Düsseldorf 1998
MartinH, Donnerstag, 20. Februar 2025, 13:57 (vor 570 Tagen) @ Florian-L
Genau, da kam dann wohl doch die Mega-Aufregung durch. Dafür ist das Tempo insgesamt aber ganz ok, manches würde ich natürlich versuchen, zu verbessern (u.a. exaktere "Impulse aus dem Pedal").