Bericht: Lapwood Konzerthaus Do

Große Pfeife @, Sonntag, 09. Februar 2025, 11:30 (vor 578 Tagen) @ Große Pfeife

Hier ist einiges geschrieben worden - war ausser mir noch jemand da?

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Das Konzerthaus liegt quasi gleich hinterm Hauptbahnhof, allerdings spielte die Bahn bei mir den Song „Es fährt kein Zug zurück nach Kaff“. Also Auto. Auf der Anfahrt lotste mich das Navi durch Dortmunds Norden. Der war himmelblau plakatiert, 0:1 für Dortmund. Rückweg dann andersherum.

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Warum bin ich überhaupt hingefahren? Nach verschiedentlichen Erwähnungen im Forum und einigen youtube-Videos wollte ich Anna Lapwood mal live erleben - und das war dann auch so. Und die Orgel im Konzerthaus hören. Ich habe 2. Rang mitte links gesessen, etwa auf Höhe der Labien des linken Prospektfeldes. (Ziemlich hoch, ich bin nicht schwindelfrei und 3. Reihe war schon perfekt).

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Zwei Dinge sind mir sofort aufgefallen: Sehr viele junge Menschen! Und es war so gut wie ausverkauft. Das ist schon eine ganz andere Atmosphäre.

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Es wurde schon erwähnt, dass der Setzer reichlich genutzt wurde: Eine schöne Vorführung der Orgel. Selbst im unteren Bereich ist die Orgel im Raum präsent, im Crescendo wächst die Fülle mit, die kräftig nach vorn schiebt. Ich finde, sie schreit nicht, ist auch im Plenum rund und sehr voll, nicht zu laut, immer rund, immer Kraft und Druck. Zungen und Mixturen fand ich stimmig, mir gefällt der Klang. In den leiseren Passagen war mir der Klang zu trocken, insondere die Prinzipale gefielen mir nicht. Schon sonor, aber irgendwie - knorzig. Schwierig zu beschreiben, vielleicht die Akustik zu trocken. Ich kannte bislang keine Klais-Konzertorgel, andere Klais, alte wie neue, die gehört oder gespielt habe, haben mir gut gefallen.
Einziges echtes Manko: Die Schaltgeräusche des Sequenzerpistons waren bis ins mf ganz deutlich zu hören. Ätzend!
Zur Musik: Das meiste kannte ich nicht, bin auch Starwarsfan, mit Karibik hab ich es nicht so. Gefallen hat es mir aber trotzdem! Anna Lapwood hat wirklich gewinnend für Instrument und Interpretin durch das Programm geführt, fehlenden Kontext ergänzt. Als Dilettant verkneife ich mir die Bewertung des Spiels.
Trotzdem noch ein paar Anmerkungen:
Die Begrüßung erfolgte auf deutsch, nach einigen Sätzen gestand AL, kein Deutsch zu sprechen und sprach englisch weiter. Sie moderierte charmant (für meine schlechten Englischkenntnisse etwas zu flott) und witzig durch den Abend. Unaufdringlich, mit (später deutlich gelösterer) Heiterkeit. Sie begrüße einen aus den USA angereisten Fan, gratulierte der anwesenden Orgelbauerin Jenny zun Geburtstag (animierte begleitete das Auditorium bei „Happy Birthday“) und sprach später nochmals drei Jugendliche (?) auf dem 2. Rang an. Sie interagierte mit dem Publikum, ließ per acclamationem zwischen Zugabestücken auswählen. Nach dem Konzertprogramm vier Vorhänge, dann Zugaben. Wenn der Zeitplan des Konzerthauses korrekt berechnet war, hat es 25 Minuten länger gedauert als geplant.

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Allen in allem: Ein wirklich schöner Abend. Eine charmante, unaufdringliche und unterhaltsame Künstlerin. (Und ich finde, es war sehr gut dargebotene Musik!)


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