Spieltisch Passau

French Horn @, Samstag, 18. Januar 2025, 00:31 (vor 599 Tagen)

Hallo zusammen,

vielleicht ist der Entwurf für die beiden identischen Generalspieltische im Passauer Dom zu den derzeitigen Diskussionen eine willkommene Abwechslung und viel interessanter...
Da kann man wohl sinnvoller diskutieren...

Vor Kurzem gab es eine Sitzung der Spieltisch Arbeitsgruppe und dort wurden viele Details mit
entsprechenden Änderungen besprochen. Diese werden nun in den Ausgangs-Entwurf eingearbeitet.
Zur Erläuterung: Auf der linken Seite sind alle Register der Hauptorgel.
Von unten nach oben: Pedal, Hauptwerk, Positiv, Schwellwerk, Brustwerk.
Die Reihe oben sind alle Solowerke (Hauptorgel und Balkone).
Koppeln gibt es keine. Alle Werke sind frei zuschaltbar in 16´8´4´.
Die Schwelltritte sind für die 8 Schwellwerke frei programmierbar (inklusive Generalschweller) und werden in einem Display auf der 3. Ebene angezeigt.
Dies soll es zunächst mal gewesen sein...

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Spieltisch Passau

stein @, Samstag, 18. Januar 2025, 08:26 (vor 599 Tagen) @ French Horn

Die Amerikaner haben unter den Manualen die geteilten Kombinationen. Da diese fast immer mittig sind und die Generals links auf unter drei bis vier Manualen verteilt liegen, sind sie dort nicht wegzudenken. Dass dort mehrere Orgeln auf einem Manual ihre Werke ablegen, ist kein Hinderungsgrund.

Spieltisch Passau

French Horn @, Samstag, 18. Januar 2025, 10:12 (vor 599 Tagen) @ stein

Die Amerikaner haben unter den Manualen die geteilten Kombinationen. Da diese fast immer mittig sind und die Generals links auf unter drei bis vier Manualen verteilt liegen, sind sie dort nicht wegzudenken. Dass dort mehrere Orgeln auf einem Manual ihre Werke ablegen, ist kein Hinderungsgrund.

In Passau ist mittig unter jedem Manual eine längere Sequenzerleiste vorwärts (auf dem Entwurf ist dies
noch nicht so vorgesehen).
Es wird feste Kombinationen geben: ppp, pp, p, mp, mf, f, ff, fff (abrufbar per Taster und Pistons in 4 verschiedenen Stilrichtungen: barock, deutsch-romantisch, französisch-romantisch, symphonisch-modern).
Damit hat man einen schnellen Zugriff auf sinnvolle Grundregistrierungen auf allen Manualen,
ohne selbst langwierig auswählen zu müssen.

Spieltisch Passau

Contrebasson 32' @, Wien, Donnerstag, 23. Januar 2025, 15:48 (vor 593 Tagen) @ French Horn

In Passau ist mittig unter jedem Manual eine längere Sequenzerleiste vorwärts (auf dem Entwurf ist dies noch nicht so vorgesehen).

Im Altenberger Dom gibt es auch so Sequenzerleisten und ich hab es als sehr sinnvoll erlebt, dass es dort einen Schalter gibt, um diese zu deaktivieren ;)

Spieltisch Passau

Friedrich @, Samstag, 18. Januar 2025, 10:33 (vor 599 Tagen) @ French Horn

Sieht schon sehr cool aus. Aber ich sehe blaue Flecken in Hüfthöhe und prekär auf den Schmalseiten der Terrassen Abgelegtes -- Bleistift, Telefon, Notizzettel, Schokolade. Die Spielergonomie leuchtet ein -- inwieweit spielte die Alltagsergonomie eine Rolle? Mindestens auf der Westempore sollte doch eine Ablage in bequemer Griffweite sein für Noten, Tempotaschentücher, Telefone und Thermoskannen.

Spieltisch Passau

French Horn @, Samstag, 18. Januar 2025, 14:31 (vor 598 Tagen) @ Friedrich

Sieht schon sehr cool aus. Aber ich sehe blaue Flecken in Hüfthöhe und prekär auf den Schmalseiten der Terrassen Abgelegtes -- Bleistift, Telefon, Notizzettel, Schokolade. Die Spielergonomie leuchtet ein -- inwieweit spielte die Alltagsergonomie eine Rolle? Mindestens auf der Westempore sollte doch eine Ablage in bequemer Griffweite sein für Noten, Tempotaschentücher, Telefone und Thermoskannen.

Diese Dinge sind alle in Planung...Stauraum...Orgelbank... der Alltag spielt eine große Rolle!

Spieltisch Passau

jori @, Samstag, 18. Januar 2025, 10:42 (vor 599 Tagen) @ French Horn

Tastenheizung geplant?

Spieltisch Passau

French Horn @, Samstag, 18. Januar 2025, 14:37 (vor 598 Tagen) @ jori

Tastenheizung geplant?

Herr Reiser (Eisenschmid) hat das System erklärt (entschieden ist noch nichts).
Hier ist noch Zeit...

Spieltisch Passau

Contrebasson 32' @, Wien, Samstag, 18. Januar 2025, 11:10 (vor 598 Tagen) @ French Horn

First things first: Schön, dass es in Passau weiter geht und vielen Dank für diese wirklich interessante und willkommene Abwechslung!

Hier ein paar ungeordnete Gedanken:

  • Toll, dass man sich wirklich für eine freie Manualzuordnung in 16-8-4 entschieden hat. Kann man (vllt. per Touchscreen) auch das gleiche Werk gleichzeitig in einer anderen Fußlage einem anderen Manual oder dem Pedal zuordnen?
  • Auf Grund der getroffenen Design-Entscheidung reicht der Spieltisch weit um den Organisten herum, trotzdem sind die Schalter zur Manualzuordnung nicht innenliegend (vgl. Rieger), dies würde ich in jedem Fall ändern. Man braucht für diesen Spieltisch eh schon lange Arme bzw. muss womöglich den ganzen Oberkörper drehen, um manchen Registerschalter zu sehen und zu bedienen.
  • Schön, dass man Displays auch in das Notenpult integriert hat. Das ist gerade bei so einem großen Spieltisch und beim Heranziehen des Notenpultes sehr hilfreich, wenn die großen Displays oberhalb von V verdeckt sind. Hier wären Sequenzerknöpfe ebenfalls hilfreich, weil der Weg vom Notenpult (umblättern) hin zu den Tastern für die Registranten doch sehr weit ist.
  • Die große Spieltischbeleuchtung gefällt mir außerordentlich gut. Soll sie nur die Noten oder auch den gesamten Spieltisch ausleuchten können? Wird in das Notenpult eine weitere Lichtquelle (bspw. LED-Stripes) integriert?
  • Die Manualbacken werden keine Knöpfe enthalten? Ich denke hier bspw. an Tasten- oder Registerfesseln.
  • Stichwort Ergonomie: Wird es - wie bei Rieger - den Luxus einer elektrischen Verstellung von Ausrichtung Pedal, Abstand Pedal zu Manualblock usw. geben?
  • Ein letztes: Sowohl Farbgebung als auch Kubatur empfinde ich als trotz aller Übersichtlichkeit als erschlagend. Alles ist eckig und kantig und die dunkle Farbgebung hilft auch nicht dabei, dies aufzulösen. Wie viel eleganter sind Freiburg, Köln, Mainz, Speyer, Würzburg, München-Sendling usw. Die haben zwar deutlich weniger Register, aber zeigen trotzdem, wie es gehen kann.

Ich bin schon sehr gespannt auf die weiteren Kommentare!

Spieltisch Passau

Karl-Bernhardin Kropf @, Rostock, Samstag, 18. Januar 2025, 13:27 (vor 598 Tagen) @ Contrebasson 32'

First things first: Schön, dass es in Passau weiter geht und vielen Dank für diese wirklich interessante und willkommene Abwechslung!

Ja und Ja auch meinerseits!

Hier ein paar ungeordnete Gedanken:

  • Toll, dass man sich wirklich für eine freie Manualzuordnung in 16-8-4 entschieden hat. Kann man (vllt. per Touchscreen) auch das gleiche Werk gleichzeitig in einer anderen Fußlage einem anderen Manual oder dem Pedal zuordnen?
  • Auf Grund der getroffenen Design-Entscheidung reicht der Spieltisch weit um den Organisten herum, trotzdem sind die Schalter zur Manualzuordnung nicht innenliegend (vgl. Rieger), dies würde ich in jedem Fall ändern.

Das würde mich auch sehr interessieren bzw sehe ich es ähnlich.

Tja, das ist ja nun ein mächtiges Ding geworden, aber es lässt sich bei so großen Orgeln halt auch nicht kleiner umsetzen.

Spieltisch Passau

JSBach @, Samstag, 18. Januar 2025, 13:40 (vor 598 Tagen) @ Karl-Bernhardin Kropf

Vielleicht kriegt man den hier ja demnächst bei Ladach, da sind zumindest die Teilwerke schonmal farblich gestaltet *duckundweg*

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Spieltisch Passau

elias.orgel, Samstag, 18. Januar 2025, 13:40 (vor 598 Tagen) @ Karl-Bernhardin Kropf

Tja, das ist ja nun ein mächtiges Ding geworden, aber es lässt sich bei so großen Orgeln halt auch nicht kleiner umsetzen.

Ja (aber schön ist er definitiv nicht) und ganz eindeutig NEIN...
ich bin mir ziemlich sicher, dass "es sich bei so großen Orgeln" wesentlich kleiner, übersichtlicher und ergonomischer umsetzten lässt - aber ich wieder hole mich und das ist wahrscheinlich unerwünscht...

--
Orgelspielen heißt: im Sitzen tanzen ...

... für Gott

Spieltisch Passau

Karl-Bernhardin Kropf @, Rostock, Samstag, 18. Januar 2025, 13:53 (vor 598 Tagen) @ elias.orgel

Tja, das ist ja nun ein mächtiges Ding geworden, aber es lässt sich bei so großen Orgeln halt auch nicht kleiner umsetzen.


Ja (aber schön ist er definitiv nicht) und ganz eindeutig NEIN...
ich bin mir ziemlich sicher, dass "es sich bei so großen Orgeln" wesentlich kleiner, übersichtlicher und ergonomischer umsetzten lässt - aber ich wieder hole mich und das ist wahrscheinlich unerwünscht...

Also ich wäre an einem ggf. wiederholten Hinweis interessiert. Aber Instrumente mit 100+ Stimmen, bitte. Link auf ältere Forenbeiträge reicht auch, falls ich was vergessen habe.

Spieltisch Passau

elias.orgel, Samstag, 18. Januar 2025, 14:03 (vor 598 Tagen) @ Karl-Bernhardin Kropf

Also ich wäre an einem ggf. wiederholten Hinweis interessiert. Aber Instrumente mit 100+ Stimmen, bitte. Link auf ältere Forenbeiträge reicht auch, falls ich was vergessen habe.

Spieltisch Immanuelkirche 103 Register, 6 Koppeln, 3 Tremulanten, 8 Setzer

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Spieltisch Passau

Karl-Bernhardin Kropf @, Rostock, Samstag, 18. Januar 2025, 14:50 (vor 598 Tagen) @ elias.orgel

Also ich wäre an einem ggf. wiederholten Hinweis interessiert. Aber Instrumente mit 100+ Stimmen, bitte. Link auf ältere Forenbeiträge reicht auch, falls ich was vergessen habe.


Spieltisch Immanuelkirche 103 Register, 6 Koppeln, 3 Tremulanten, 8 Setzer

Ah, ich hab doch nichts vergessen....

Schön ist der auch nicht. Und ich sehe Spieltische mit motorisierten Elementen (Wippen, Züge) in einer eigenen Liga, und bevorzuge diese auch - trotz der erweiterten Fehlerquellen (hatten wir ja neulich).

Spieltisch Passau

elias.orgel, Samstag, 18. Januar 2025, 15:20 (vor 598 Tagen) @ Karl-Bernhardin Kropf

In dem von mir bereits angesprochenen Buch gibt es ein ganzes Kapitel über Menschen die nachdem ein Beispiel vorgebracht wird einfach die Rahmenbedingungen ändern...

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Spieltisch Passau

Karl-Bernhardin Kropf @, Rostock, Samstag, 18. Januar 2025, 15:24 (vor 598 Tagen) @ elias.orgel

In dem von mir bereits angesprochenen Buch gibt es ein ganzes Kapitel über Menschen die nachdem ein Beispiel vorgebracht wird einfach die Rahmenbedingungen ändern...

Außerdem geht es hier um Pfeifenorgeln... ;-)

Spieltisch Passau

elias.orgel, Samstag, 18. Januar 2025, 16:46 (vor 598 Tagen) @ Karl-Bernhardin Kropf

Außerdem geht es hier um Pfeifenorgeln... ;-)

und ich Dummerchen hatte natürlich angenommen, es ginge um einen (elektronischen) Zentralspieltisch - mein Fehler...

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Spieltisch Passau

French Horn @, Samstag, 18. Januar 2025, 20:00 (vor 598 Tagen) @ elias.orgel

Also ich wäre an einem ggf. wiederholten Hinweis interessiert. Aber Instrumente mit 100+ Stimmen, bitte. Link auf ältere Forenbeiträge reicht auch, falls ich was vergessen habe.


Spieltisch Immanuelkirche 103 Register, 6 Koppeln, 3 Tremulanten, 8 Setzer

Und dieser Spieltisch soll schön sein?
Da habe ich ein völlig anderes empfinden.
Abgesehen davon müßte dieser Spieltisch für Passau dann auch fast 3x so groß werden...

Spieltisch Passau

Contrebasson 32' @, Wien, Samstag, 18. Januar 2025, 13:59 (vor 598 Tagen) @ elias.orgel

Tja, das ist ja nun ein mächtiges Ding geworden, aber es lässt sich bei so großen Orgeln halt auch nicht kleiner umsetzen.


Ja (aber schön ist er definitiv nicht) und ganz eindeutig NEIN...
ich bin mir ziemlich sicher, dass "es sich bei so großen Orgeln" wesentlich kleiner, übersichtlicher und ergonomischer umsetzten lässt - aber ich wieder hole mich und das ist wahrscheinlich unerwünscht...

Ich fände es auch spannend, ob es nicht kleiner geht - zum Beispiel durch Übernahme einiger Ideen von "uns Lothar" aus Braunschweig. Selbst wenn man zB. recht breite Klaviaturbacken hätte, um dort die Schalter für die Werkzuweisung in allen drei Lagen unterzubringen (vgl. auch Amsterdam) könnte man das Registerstaffelei "dichter" packen. Auch wenn all' dem durch Verwendung der historisierenden Registerschalter in Anlehnung an Steinmeyer Grenzen gesetzt sind. Die waren wohl ein Muss, ansonsten wäre es viel leichter alles kompakter zu gestalten.

PS: Was mir außerdem angesichts der Größe der einzelnen Werke fehlen würde, ist ein werksweiser Cancel-Button, der alle Register des zugehörigen Werks abstößt.

Spieltisch Passau

elias.orgel, Samstag, 18. Januar 2025, 14:05 (vor 598 Tagen) @ Contrebasson 32'

PS: Was mir außerdem angesichts der Größe der einzelnen Werke fehlen würde, ist ein werksweiser Cancel-Button, der alle Register des zugehörigen Werks abstößt.

??? Ich habe mal gelesen, dass könnte mann so unglaublich leicht mit einem Finger und "drüberwischen" ...

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Spieltisch Passau

Contrebasson 32' @, Wien, Samstag, 18. Januar 2025, 14:57 (vor 598 Tagen) @ elias.orgel

Stimmt, aber wenn ein einzelnes Werk gefühlt 40 Register hat...

Spieltisch Passau

Karl-Bernhardin Kropf @, Rostock, Samstag, 18. Januar 2025, 15:16 (vor 598 Tagen) @ Contrebasson 32'
bearbeitet von Karl-Bernhardin Kropf, Samstag, 18. Januar 2025, 15:23

Stimmt, aber wenn ein einzelnes Werk gefühlt 40 Register hat...

Werkweise Absteller fände ich auch sehr gut, für Impro sehr günstig (bzw. auch improvisiertes Registrieren von Literatur). Gab es nicht irgendeine Orgel (oder mehrere?), wo der Schriftzug des Werkes gleichzeitig eine Absteller-Taste war?

Spieltisch Passau

WK @, Samstag, 18. Januar 2025, 15:25 (vor 598 Tagen) @ Karl-Bernhardin Kropf

Auenkirche Berlin, Notre-Dame...

Spieltisch Passau

Orlos @, Samstag, 18. Januar 2025, 15:29 (vor 598 Tagen) @ WK

Kuhn macht das auch so, z. B. in Osnabrück (Domorgel)

Spieltisch Passau

Contrebasson 32' @, Wien, Samstag, 18. Januar 2025, 15:51 (vor 598 Tagen) @ Orlos

Oder Dobson in St. Thomas, NYC

Spieltisch Passau

Karl-Bernhardin Kropf @, Rostock, Samstag, 18. Januar 2025, 17:42 (vor 598 Tagen) @ WK

Auenkirche Berlin, Notre-Dame...

Der Auen-Spieltisch kann "mangels" 5. Manuals noch etwas unter das Notenpult packen, das hilft natürlich und dürfte, abgesehen von der doch geringeren Schalterzahl, noch mal Punkte bringen.
Notre-Dame hat natürlich die Schrank-Anlage - Englisch, sozusagen. Mag ich auch gerne. Hm, ob man das mit Passauer Registerzahlen noch gut hinkriegen würde? Eher wird es dann amerikanisch mit den riesigen gleichförmigen Feldern... Ich merke, wir haben das alles schon mal durch, und es ist gar nicht lange her. Daher sind die Detail-Diskussionen zu Passau, die French Horn uns ernöglicht, ergiebiger als das schon vor einem halben Jahr überwiegend hier Abgehandelte.

Spieltisch Passau

French Horn @, Samstag, 18. Januar 2025, 20:12 (vor 598 Tagen) @ Contrebasson 32'

Ich fände es auch spannend, ob es nicht kleiner geht - zum Beispiel durch Übernahme einiger Ideen von "uns Lothar" aus Braunschweig. Selbst wenn man zB. recht breite Klaviaturbacken hätte, um dort die Schalter für die Werkzuweisung in allen drei Lagen unterzubringen (vgl. auch Amsterdam) könnte man das Registerstaffelei "dichter" packen. Auch wenn all' dem durch Verwendung der historisierenden Registerschalter in Anlehnung an Steinmeyer Grenzen gesetzt sind. Die waren wohl ein Muss, ansonsten wäre es viel leichter alles kompakter zu gestalten.

Dafür schaut er insgesamt dann "entspannter" aus.
Man kann es aber sowieso nie allen recht machen.
Für irgendeinen Weg muß man sich entscheiden.


PS: Was mir außerdem angesichts der Größe der einzelnen Werke fehlen würde, ist ein werksweiser Cancel-Button, der alle Register des zugehörigen Werks abstößt.

Dies ist auch eine Überlegung wert. Werde ich mir merken...

Spieltisch Passau

coranglais87, Dienstag, 21. Januar 2025, 10:12 (vor 596 Tagen) @ French Horn

Ich habe diesen Thread mit Interesse verfolgt. Vielen Dank für die Bereitstellung der "Draufsicht", die die Ergonomie des Spieltisches noch mal verdeutlicht.

Meine Meinung zum Thema Erreichbarkeit von Registern im "Spielbetrieb" und dabei wären wir beim Thema, ist eine für die liturgische Praxis ausgerichtete Erreichbarkeit der Hauptregister in den verschiedenen Divisionen. Dabei geht es vor allem darum, zu einer Grundstimmenregistrierung schnell und einfach, höherfüßige Register ziehen und Abstoßen zu können, auch beim drücken fester Kombinationen (auch setzergebunden mit automatisierter Registerschaltung). Diese Aufgabenstellung sehe ich im Spieltischdesign erfüllt.

Die radiale Anordnung der Register finde ich schön, dennoch bin ich der Meinung, daß man sie von unten gezählt in Ebene 6 der Registerstaffelei bis in die Spieltischmitte heranziehen könnte, sozusagen linear über das fünfte Manual weiterführen, aber auch da ist sicher der Kritikpunkt, den man längst überlegt hat, daß man dann bei verstelltem Notenpult diese Register nicht mehr erreichen kann.

Die Steinmeyer-Wippen ist im Grunde die hier platzsparenste, verfügbaren Lösung.

Ich selbst hätte bei kompakteren Konzeption trotz generellen "Floatings" bei Register-Terrassen ein räumliches Problem damit, wenn Schalter dann nicht auf der Höhe des Manual-Niveaus zu finden wären. Es geht hier vor allem um den ersten Orientierungseindruck.

Spieltisch Passau

link1907 @, Dienstag, 21. Januar 2025, 11:14 (vor 595 Tagen) @ coranglais87

[image]
Müssen es unbedingt Wippen sein?

Spieltisch Passau

link1907 @, Dienstag, 21. Januar 2025, 11:22 (vor 595 Tagen) @ link1907

[image]
Müssen es unbedingt Wippen sein?

Ich finde es schon beeindruckend wie amerikanische und englische Organisten an
diesen Spieltischen ohne Registranten zurecht kommen.

Spieltisch Passau

French Horn @, Dienstag, 21. Januar 2025, 21:50 (vor 595 Tagen) @ link1907

[image]
Müssen es unbedingt Wippen sein?


Ich finde es schon beeindruckend wie amerikanische und englische Organisten an
diesen Spieltischen ohne Registranten zurecht kommen.

Wie kommt man da noch an die Pistons?
Das ist ja komplett irre...
Die Schwelltritte...
Für die oberen Registerzüge muß man wohl aufstehen...
Wenn Passau so werden würde, gäbe es wohl einen Aufstand!

Spieltisch Passau

Contrebasson 32' @, Wien, Donnerstag, 23. Januar 2025, 15:50 (vor 593 Tagen) @ French Horn

Wie kommt man da noch an die Pistons?
Das ist ja komplett irre...
Die Schwelltritte...
Für die oberen Registerzüge muß man wohl aufstehen...
Wenn Passau so werden würde, gäbe es wohl einen Aufstand!

Aber es schaut eindrucksvoll aus und zahlt auf den Geniusmythos rund um den Organisten ein :P

Spieltisch Passau

stein @, Dienstag, 21. Januar 2025, 12:17 (vor 595 Tagen) @ link1907

Das kleine Instrument in der Riverside bleibt da noch überschaubar.

Spieltisch Passau

link1907 @, Dienstag, 21. Januar 2025, 12:18 (vor 595 Tagen) @ stein

Das kleine Instrument in der Riverside bleibt da noch überschaubar.<

Klein?

Spieltisch Passau

link1907 @, Dienstag, 21. Januar 2025, 12:22 (vor 595 Tagen) @ stein

[image]

Hazel Wright Organ

Spieltisch Passau

coranglais87, Dienstag, 21. Januar 2025, 12:41 (vor 595 Tagen) @ link1907

Die Konzeption der "american classic" Orgel sieht diese Art der Spieltischgestaltung ausdrücklich deswegen vor, da dort mit Transmissionen und Extensionen gearbeitet wird und größten Teils mit festen und teilprogrammierbaren Setzern, die widerum in "generals" und "divisionals" unterteilt sind. Ohne jetzt belehrend zu wirken, hat sich die Orgelkomission vermutlich dagegen entschieden. Eine "Drawknob-Console" könnte dann nur eine solche Größe haben:

https://www.usna.edu/Music/organ/index.php

Spieltisch Passau

Karl-Bernhardin Kropf @, Rostock, Dienstag, 21. Januar 2025, 20:49 (vor 595 Tagen) @ coranglais87

Ich gehe davon aus, dass die schwierige Orientierung an diesen Kolonnen ohne gliedernde Abstände (wie in England üblich) angesichts der meist geltenden Sichtbarkeit *auch* deshalb gewählt wird, um beim Publikum das bewundernde "Unglaublich, dass sich da jemand auskennt!"-Gefühl auszulösen. Die amerikanische Orgelpraxis kenne ich nicht live, aber es wäre interessant zu sehen, wie weit beim Registrieren in der Veranstaltung (Gd/Kzt) überhaupt an einzelne Züge gefasst wird und wie sehr mindestens die Hausorganisten (oder gerade auch die wiederum nicht) den Aufwand betreiben, in der Vorbereitung bzw. beim Einprogrammieren "Neues" zu erhören und erschalten, oder doch lieber vorhandene Divisionals oder gar Generals recyceln.

Spieltisch Passau

French Horn @, Dienstag, 21. Januar 2025, 21:42 (vor 595 Tagen) @ coranglais87

Die Konzeption der "american classic" Orgel sieht diese Art der Spieltischgestaltung ausdrücklich deswegen vor, da dort mit Transmissionen und Extensionen gearbeitet wird und größten Teils mit festen und teilprogrammierbaren Setzern, die widerum in "generals" und "divisionals" unterteilt sind. Ohne jetzt belehrend zu wirken, hat sich die Orgelkomission vermutlich dagegen entschieden. Eine "Drawknob-Console" könnte dann nur eine solche Größe haben:

https://www.usna.edu/Music/organ/index.php

In Passau war die Orientierung an den Steinmeyer-Wippen klare Vorgabe.
Die englisch/amerikanische Spieltisch-Gestaltung somit nie ein Thema.
Es wäre auch ein Riesen-Möbel geworden... Übersichtlichkeit und Schönheit... mir gefällt er nicht... die Pistons (Wahnsinn)... das Notenpult verdeckt dann auch die Koppel-Wippen...
Da oben sieht keiner die Noten...

Spieltisch Passau

stein @, Dienstag, 21. Januar 2025, 22:24 (vor 595 Tagen) @ French Horn

Die Konzeption der "american classic" Orgel sieht diese Art der Spieltischgestaltung ausdrücklich deswegen vor, da dort mit Transmissionen und Extensionen gearbeitet wird und größten Teils mit festen und teilprogrammierbaren Setzern, die widerum in "generals" und "divisionals" unterteilt sind. Ohne jetzt belehrend zu wirken, hat sich die Orgelkomission vermutlich dagegen entschieden. Eine "Drawknob-Console" könnte dann nur eine solche Größe haben:

https://www.usna.edu/Music/organ/index.php


In Passau war die Orientierung an den Steinmeyer-Wippen klare Vorgabe.
Die englisch/amerikanische Spieltisch-Gestaltung somit nie ein Thema.
Es wäre auch ein Riesen-Möbel geworden... Übersichtlichkeit und Schönheit... mir gefällt er nicht... die Pistons (Wahnsinn)... das Notenpult verdeckt dann auch die Koppel-Wippen...
Da oben sieht keiner die Noten...

In Amerika sehe ich die Organisten fast immer nur die Kombinationen drücken, dann wird lediglich das eine oder andere an den Zügen registriert.
Bei den drei Riesen in Atlantic City, Philadelphia und West Point Academy gibt es nur Wippen, da fand ich mich besser zurecht als an den viel kleineren Riesen mit Zügen.

Die ergonomischsten Spieltische scheinen die Kinoorgeln zu besitzen. Erstaunlich, in welcher Geschwindigkeit dort gespielt und registriert wird.

Spieltisch Passau

3rd_astronaut, Dienstag, 21. Januar 2025, 17:22 (vor 595 Tagen) @ link1907


Müssen es unbedingt Wippen sein?

da krieg ich ja schon vom foto (moiré)-flimmern vor augen -- grässlich.

Spieltisch Passau

French Horn @, Dienstag, 21. Januar 2025, 21:19 (vor 595 Tagen) @ coranglais87

Die radiale Anordnung der Register finde ich schön, dennoch bin ich der Meinung, daß man sie von unten gezählt in Ebene 6 der Registerstaffelei bis in die Spieltischmitte heranziehen könnte, sozusagen linear über das fünfte Manual weiterführen, aber auch da ist sicher der Kritikpunkt, den man längst überlegt hat, daß man dann bei verstelltem Notenpult diese Register nicht mehr erreichen kann.

Richtig! Über das V. Manual kommen definitiv keinerlei Schalter.
Sie wären immer durch das Notenpult verdeckt, weil man es bis knapp über das V. herunterzieht.
Dieser grobe Fehler (mit Registerwippen über dem V.) wurde schon beim Steinmeyer-Spieltisch gemacht. Alles war auch bei Steinmeyer nicht gut...


Die Steinmeyer-Wippen ist im Grunde die hier platzsparenste, verfügbaren Lösung.

Ich selbst hätte bei kompakteren Konzeption trotz generellen "Floatings" bei Register-Terrassen ein räumliches Problem damit, wenn Schalter dann nicht auf der Höhe des Manual-Niveaus zu finden wären. Es geht hier vor allem um den ersten Orientierungseindruck.

Grundsätzlich sehe ich dies auch so.
Wäre die Ideallösung. Ist in Passau nicht zu machen.
Man findet sich aber trotzdem von der logischen Reihung sicher sehr schnell zurecht.

Spieltisch Passau

MCVL @, Samstag, 18. Januar 2025, 14:29 (vor 598 Tagen) @ elias.orgel

Tja, das ist ja nun ein mächtiges Ding geworden, aber es lässt sich bei so großen Orgeln halt auch nicht kleiner umsetzen.


Ja (aber schön ist er definitiv nicht) und ganz eindeutig NEIN...
ich bin mir ziemlich sicher, dass "es sich bei so großen Orgeln" wesentlich kleiner, übersichtlicher und ergonomischer umsetzten lässt - aber ich wieder hole mich und das ist wahrscheinlich unerwünscht...

Hier ein Beispiel aus den 1930er Jahren, klein, übersichtlich und ergonomisch umgesetzt.

Späth, Hoher Dom zu Fulda. Zentralspieltisch mit fünf Manualen für Hauptorgel (71 Register), Chororgel (20 Register) und Gruftorgel (8 Register).


[image]

Spieltisch Passau

Karl-Bernhardin Kropf @, Rostock, Samstag, 18. Januar 2025, 14:45 (vor 598 Tagen) @ MCVL

Ja (aber schön ist er definitiv nicht) und ganz eindeutig NEIN...
ich bin mir ziemlich sicher, dass "es sich bei so großen Orgeln" wesentlich kleiner, übersichtlicher und ergonomischer umsetzten lässt - aber ich wieder hole mich und das ist wahrscheinlich unerwünscht...


Hier ein Beispiel aus den 1930er Jahren, klein, übersichtlich und ergonomisch umgesetzt.

Späth, Hoher Dom zu Fulda. Zentralspieltisch mit fünf Manualen für Hauptorgel (71 Register), Chororgel (20 Register) und Gruftorgel (8 Register).


[image]

Ey, das sind aber noch keine 100+ :D

Aber davon abgesehen: Stimmt! Bei Pistons mit in zwei Reihen bin ich aber größenbedingt raus. Außer, es gäbe den schon von CB32 angefragten höhenverstellbaren Manualblock!
Den hier müsste ich mal live anfassen - kommen die Wangen rechts und links bei langen Armen doch zu nahe, kann man überhaupt gut einsteigen?

Spieltisch Passau

Karl-Bernhardin Kropf @, Rostock, Samstag, 18. Januar 2025, 14:57 (vor 598 Tagen) @ MCVL

Wir hatten das ja neulich schon mal unter Lothars Mitwirkung - ist der Fuldaer Tisch deshalb deutlich schmäler, weil die Einbaumaße der Wippen geringer sind? Und ist deren Breite wirklich geringer oder liegt es daran, dass die Stellmagnete heutiger Wippen (noch) zu breit sind?

Spieltisch Fulda

fluteceleste @, Samstag, 18. Januar 2025, 17:08 (vor 598 Tagen) @ MCVL
bearbeitet von fluteceleste, Samstag, 18. Januar 2025, 17:23

Hier nochmal als Foto (vor dem Prospekt der Chororgel):
[image]

Spieltisch Passau

French Horn @, Samstag, 18. Januar 2025, 20:20 (vor 598 Tagen) @ MCVL

> Hier ein Beispiel aus den 1930er Jahren, klein, übersichtlich und ergonomisch umgesetzt.


Späth, Hoher Dom zu Fulda. Zentralspieltisch mit fünf Manualen für Hauptorgel (71 Register), Chororgel (20 Register) und Gruftorgel (8 Register).

Was ist jetzt bei diesem Spieltisch übersichtlicher? Klein ist der auch nicht.
Schalter über dem V. Manual hinter dem Notenpult (geht gar nicht).
Für Passau müßte er dann trotzdem 3mal so groß sein!

Spieltisch Passau

French Horn @, Samstag, 18. Januar 2025, 19:58 (vor 598 Tagen) @ elias.orgel

Tja, das ist ja nun ein mächtiges Ding geworden, aber es lässt sich bei so großen Orgeln halt auch nicht kleiner umsetzen.


Ja (aber schön ist er definitiv nicht) und ganz eindeutig NEIN...
ich bin mir ziemlich sicher, dass "es sich bei so großen Orgeln" wesentlich kleiner, übersichtlicher und ergonomischer umsetzten lässt - aber ich wieder hole mich und das ist wahrscheinlich unerwünscht...

Ich finde ihn schön! Es ist eine sehr große Orgel. Dies spiegelt sich dann auch am Spieltisch wieder.
Kleiner geht nur, wenn man keine schöne Registerwippen, sondern irgendwelche Drucktaster macht.
Würde mir nicht gefallen. Abgesehen war es hier die Vorgabe, sich an den Steinmeyer-Wippen zu orientieren.
Was ist an diesem Entwurf nicht übersichtlich?
Man kennt sich sofort aus!

Spieltisch Passau

French Horn @, Samstag, 18. Januar 2025, 15:33 (vor 598 Tagen) @ Contrebasson 32'

> [*]Toll, dass man sich wirklich für eine freie Manualzuordnung in 16-8-4 entschieden hat. Kann man (vllt. per Touchscreen) auch das gleiche Werk gleichzeitig in einer anderen Fußlage einem anderen Manual oder dem Pedal zuordnen?
Kann man

[*]Auf Grund der getroffenen Design-Entscheidung reicht der Spieltisch weit um den Organisten herum, trotzdem sind die Schalter zur Manualzuordnung nicht innenliegend (vgl. Rieger), dies würde ich in jedem Fall ändern. Man braucht für diesen Spieltisch eh schon lange Arme bzw. muss womöglich den ganzen Oberkörper drehen, um manchen Registerschalter zu sehen und zu bedienen.

Das wäre zu überlegen. Werde es in der nächsten Sitzung ansprechen.

[*]Schön, dass man Displays auch in das Notenpult integriert hat. Das ist gerade bei so einem großen Spieltisch und beim Heranziehen des Notenpultes sehr hilfreich, wenn die großen Displays oberhalb von V verdeckt sind. Hier wären Sequenzerknöpfe ebenfalls hilfreich, weil der Weg vom Notenpult (umblättern) hin zu den Tastern für die Registranten doch sehr weit ist.

In der Notenpultleiste befindet sich die Setzeranzeige, Feste Kombinationen und Schweller mit Balkenanzeige.
Über dem V. Manual sind keine Displays!!! Wären praktisch immer verdeckt!
Im Entwurf sind das 3 Firmenschilder. Die kommen so aber nicht hin und es wird nur dezent beschriftet.
2 Dispalys kommen links und rechts neben das III. Manual.


Die große Spieltischbeleuchtung gefällt mir außerordentlich gut. Soll sie nur die Noten oder auch den gesamten Spieltisch ausleuchten können?
Im Prinzip soll sie wohl alles ausleuchten. Es wurde aber entschieden, daß alle Registerwippen
indirekt mit einem LED-Band dezent beleuchtet werden (ähnlich wie in Papenburg). Zusätzlich ist die gesamte Beleuchtung auch dimmbar, um es sich selbst optimal einstellen zu können
.

Wird in das Notenpult eine weitere Lichtquelle (bspw. LED-Stripes) integriert?
Ja!

Die Manualbacken werden keine Knöpfe enthalten?
Doch! Links und rechts jeweils 2 versenkte Taster für die 4 Variablen Divisions.
In der Senkrechten: Sostenuto


Stichwort Ergonomie: Wird es - wie bei Rieger - den Luxus einer elektrischen Verstellung von Ausrichtung Pedal, Abstand Pedal zu Manualblock usw. geben?
War im Gespräch. Man hat sich dagegen entschieden.

Ein letztes: Sowohl Farbgebung als auch Kubatur empfinde ich als trotz aller Übersichtlichkeit als erschlagend. Alles ist eckig und kantig und die dunkle Farbgebung hilft auch nicht dabei, dies aufzulösen. Wie viel eleganter sind Freiburg, Köln, Mainz, Speyer, Würzburg, München-Sendling usw. Die haben zwar deutlich weniger Register, aber zeigen trotzdem, wie es gehen kann.

Dies ist natürlich eine Geschmacksfrage. Den Passau-Entwurf finde ich für annähernd 300 Register elegant und optisch ansprechend. Unter 6 Ebenen ist es nicht machbar.
Über das Äußere (Farbe und Gestaltung) entscheidet vor allem die Kunst-Kommission der Diözese.
Im Gespräch ist: Eiche schwarz gebeizt (kein Klavierlack). Die äußere Form soll rund werden, wie die Registerstaffeln.

Ich freue mich auf eine weitere fruchtbare Diskussion!

Spieltisch Passau

Contrebasson 32' @, Wien, Samstag, 18. Januar 2025, 16:00 (vor 598 Tagen) @ French Horn

[*]Schön, dass man Displays auch in das Notenpult integriert hat. Das ist gerade bei so einem großen Spieltisch und beim Heranziehen des Notenpultes sehr hilfreich, wenn die großen Displays oberhalb von V verdeckt sind. Hier wären Sequenzerknöpfe ebenfalls hilfreich, weil der Weg vom Notenpult (umblättern) hin zu den Tastern für die Registranten doch sehr weit ist.

In der Notenpultleiste befindet sich die Setzeranzeige, Feste Kombinationen und Schweller mit Balkenanzeige.
Über dem V. Manual sind keine Displays!!! Wären praktisch immer verdeckt!
Im Entwurf sind das 3 Firmenschilder. Die kommen so aber nicht hin und es wird nur dezent beschriftet.
2 Dispalys kommen links und rechts neben das III. Manual.

Aaaah, das sind Firmenschilder! Sorry, hatte zu sehr ähnliche Sinua- und Rieger-Spieltische im Kopf. Bleibt die Frage, wie/wo ein Registrant zeitnah zum Umblättern einen Sequenzer-Schalter in Reichweite hat.

Ein letztes: Sowohl Farbgebung als auch Kubatur empfinde ich als trotz aller Übersichtlichkeit als erschlagend. Alles ist eckig und kantig und die dunkle Farbgebung hilft auch nicht dabei, dies aufzulösen. Wie viel eleganter sind Freiburg, Köln, Mainz, Speyer, Würzburg, München-Sendling usw. Die haben zwar deutlich weniger Register, aber zeigen trotzdem, wie es gehen kann.


Dies ist natürlich eine Geschmacksfrage. Den Passau-Entwurf finde ich für annähernd 300 Register elegant und optisch ansprechend. Unter 6 Ebenen ist es nicht machbar.
Über das Äußere (Farbe und Gestaltung) entscheidet vor allem die Kunst-Kommission der Diözese.
Im Gespräch ist: Eiche schwarz gebeizt (kein Klavierlack). Die äußere Form soll rund werden, wie die Registerstaffeln.

Aaah, das ist noch gar nicht das endgültige Design?!? Das ist beruhigend. Die Herausforderung im doch sehr hellen Dom ist selbsterklärend: Man muss eine äußere Form und Farbgebung finden, die weder an ein Ufo erinnert Ufo noch in zu starkem Kontrast steht. Zumindest nach meinem ästhetischen Empfinden. Aber Geschmäcker sind bekanntermaßen vielfältig. Wichtiger sind eh Ergonomie und Klang ;)


Ich freue mich auf eine weitere fruchtbare Diskussion!

Dito!

Spieltisch Passau

French Horn @, Samstag, 18. Januar 2025, 20:32 (vor 598 Tagen) @ Contrebasson 32'

Aaah, das ist noch gar nicht das endgültige Design?!? Das ist beruhigend. Die Herausforderung im doch sehr hellen Dom ist selbsterklärend: Man muss eine äußere Form und Farbgebung finden, die weder an ein Ufo erinnert Ufo noch in zu starkem Kontrast steht. Zumindest nach meinem ästhetischen Empfinden. Aber Geschmäcker sind bekanntermaßen vielfältig. Wichtiger sind eh Ergonomie und Klang ;)

Es ist ja ein Entwurf, da wird natürlich auch noch am Design gearbeitet.
Vor allem außen.
Es sind auch Edelstahl-Elemente im Gespräch (Silber-Bezug zum Hochaltar und der Chororgel).
Grundsätzlich wollte/will man einen modernen Spieltisch.
Eben auch auf der Empore (ohne Bezug zum Orgel-Gehäuse).
Hätte ich anders gemacht. Oben würde ich den Spieltisch in Naturholz (braun) machen.
Ein Notenpult aus schönem Holz würde mir auch besser gefallen. Hab mich dafür eingesetzt...
Die Mehrheit will dies aber anders. Schaut moderner aus... Geschmack...

Spieltisch Passau

Karl-Bernhardin Kropf @, Rostock, Samstag, 18. Januar 2025, 17:17 (vor 598 Tagen) @ French Horn

Danke, spannend!

Spieltisch Passau

Christoph @, Samstag, 18. Januar 2025, 17:39 (vor 598 Tagen) @ French Horn

Über das Äußere (Farbe und Gestaltung) entscheidet vor allem die Kunst-Kommission der Diözese.
Im Gespräch ist: Eiche schwarz gebeizt (kein Klavierlack).

Eiche ist halt ziemlich grobporig, und das wird schwarz gebeizt immer staubig aussehen. Die technoide "schwarze" Ästhetik ist zwar auf den ersten Blick cool, aber ohne Wohlfühlfaktor, was ich für wichtig halte. Wenn es meine Orgel wäre, würde ich auf einen dezenten, aber warmen Holzton (z.B. Elsbeere) nicht verzichten wollen.
Grüße von Christoph

Spieltisch Passau

French Horn @, Samstag, 18. Januar 2025, 20:36 (vor 598 Tagen) @ Christoph

Eiche ist halt ziemlich grobporig, und das wird schwarz gebeizt immer staubig aussehen. Die technoide "schwarze" Ästhetik ist zwar auf den ersten Blick cool, aber ohne Wohlfühlfaktor, was ich für wichtig halte. Wenn es meine Orgel wäre, würde ich auf einen dezenten, aber warmen Holzton (z.B. Elsbeere) nicht verzichten wollen.

Sehe ich ähnlich!
Vor Staub hab ich gleich gewarnt...
Es gab auch einen Entwurf in weiß für das Kirchenschiff.
Dieser wurde aber einhellig abgelehnt.

Spieltisch Passau

kjz1, Montag, 20. Januar 2025, 10:10 (vor 597 Tagen) @ French Horn

Es gab auch einen Entwurf in weiß für das Kirchenschiff.
Dieser wurde aber einhellig abgelehnt.

Weiß vielleicht nicht, aber Eiche hell gebeizt?

Spieltisch Passau

elias.orgel, Montag, 20. Januar 2025, 10:27 (vor 597 Tagen) @ kjz1

Weiß vielleicht nicht, aber Eiche hell gebeizt?


es gibt Pappel Maser, Vogelaugen Ahorn, ungarische Blumen Esche, und nahezu unendlich viele wunderschöne Holzarten

und als Vorschlag kommt

... Eiche (hell gebeizt)

--
Orgelspielen heißt: im Sitzen tanzen ...

... für Gott

Spieltisch Passau

MichaelS ⌂, Dülmen, Montag, 20. Januar 2025, 12:25 (vor 596 Tagen) @ elias.orgel

Weiß vielleicht nicht, aber Eiche hell gebeizt?

es gibt Pappel Maser, Vogelaugen Ahorn, ungarische Blumen Esche, und nahezu unendlich viele wunderschöne Holzarten

und als Vorschlag kommt

... Eiche (hell gebeizt)

na immerhin nicht P43 Eiche brutal ;-) *duckundweg*

--
"Wer glaubt, ein Christ zu sein, weil er die Kirche besucht, irrt sich. Man wird ja auch kein Auto, wenn man in eine Garage geht." (Albert Schweitzer)
www.bulderone.de

Spieltisch Passau

kjz1, Montag, 20. Januar 2025, 19:50 (vor 596 Tagen) @ elias.orgel

Weiß vielleicht nicht, aber Eiche hell gebeizt?

es gibt Pappel Maser, Vogelaugen Ahorn, ungarische Blumen Esche, und nahezu unendlich viele wunderschöne Holzarten

und als Vorschlag kommt

... Eiche (hell gebeizt)

Eiche hatte durchaus sehr bewusst gewählt. Die Passauer Orgel ist sehr oft im Einsatz. Dazu würde dann eher eine harte und widerstandsfähige Holzart wie z. Bsp. Eiche passen. Pappel halte ich da z. Bsp. für zu weich.

Und: die Passauer Domorgel stellt doch auch ein (zumindestens lokales) Prestigeobjekt dar. Dazu würde dann hochwertiges Eichenholz auch eher passen.

Spieltisch Passau

elias.orgel, Dienstag, 21. Januar 2025, 21:29 (vor 595 Tagen) @ kjz1

Und: die Passauer Domorgel stellt doch auch ein (zumindestens lokales) Prestigeobjekt dar. Dazu würde dann hochwertiges Eichenholz auch eher passen.

bist Du sicher, dass Du weißt was Mapa (Pappel Maser Holz) ist und wie es verarbeitet wird...

--
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Spieltisch Passau

oHo, Sonntag, 19. Januar 2025, 16:32 (vor 597 Tagen) @ French Horn

Stichwort Ergonomie: Wird es - wie bei Rieger - den Luxus einer elektrischen Verstellung von Ausrichtung Pedal, Abstand Pedal zu Manualblock usw. geben?
War im Gespräch. Man hat sich dagegen entschieden.

Darfst Du den Grund für diese Entscheidung kommunizieren? Falls ja, wäre ich sehr interessiert!

fragt, nachdenklich grüßend,
Oliver

Spieltisch Passau

French Horn @, Sonntag, 19. Januar 2025, 19:08 (vor 597 Tagen) @ oHo

Stichwort Ergonomie: Wird es - wie bei Rieger - den Luxus einer elektrischen Verstellung von Ausrichtung Pedal, Abstand Pedal zu Manualblock usw. geben?
War im Gespräch. Man hat sich dagegen entschieden.

Darfst Du den Grund für diese Entscheidung kommunizieren? Falls ja, wäre ich sehr interessiert!

Ein spezieller Grund wurde nicht genannt.
Es wurde von einem Sitzungsteilnehmer (nicht von mir) nachgefragt und verneint.
Gedanklich war ich da gerade mit anderen Überlegungen beschäftigt...
Werde der Sache nachgehen...
Danke für den Hinweis!
Habe inzwischen eh schon wieder eine ziemliche Liste...
8 Personen sind logischerweise auch nicht immer einer Meinung...
Es ist aber ein sehr fruchtbarer Austausch, mit dem Ziel, einen möglichst optimalen Spieltisch zu erreichen.

Spieltisch Passau

JLL, Samstag, 18. Januar 2025, 12:16 (vor 598 Tagen) @ French Horn

Weitere Überlegung: Spräche etwas dagegen, die Schriftfarbe (oder sogar die Wippen) farblich voneinander abzugrenzen? Die räumliche Trennung der Orgeln / Teilwerke ist bestimmt auch so gut nachvollziehbar, wenn man sich ein paar Minuten drauf einlässt.

In Freiburg hab ich es im Eifer des Gefechts als sehr hilfreich empfunden, dass die Wippengruppe zu jeder Orgel eine eigene Schriftfarbe hat. Dafür hatte man sich um die Jahrtausendwende beim F&K-Spieltisch schon entschieden. So richtig doll fällt es auch nicht auf.

Spieltisch Passau

French Horn @, Samstag, 18. Januar 2025, 20:41 (vor 598 Tagen) @ JLL

Weitere Überlegung: Spräche etwas dagegen, die Schriftfarbe (oder sogar die Wippen) farblich voneinander abzugrenzen? Die räumliche Trennung der Orgeln / Teilwerke ist bestimmt auch so gut nachvollziehbar, wenn man sich ein paar Minuten drauf einlässt.

Nach jetzigem Stand werden die Hochdruckregister farblich gekennzeichnet und dann auch noch sämtliche
Zungenregister (dies finde ich sehr gut). Insgesamt will man es aber nicht "bunt".
Auf der linken Seite ist die Einteilung der Werke sowieso völlig klar.

In Freiburg hab ich es im Eifer des Gefechts als sehr hilfreich empfunden, dass die Wippengruppe zu jeder Orgel eine eigene Schriftfarbe hat. Dafür hatte man sich um die Jahrtausendwende beim F&K-Spieltisch schon entschieden. So richtig doll fällt es auch nicht auf.

Wäre eine Überlegung für die rechte Seite.

Spieltisch Passau

perotin, Samstag, 18. Januar 2025, 14:33 (vor 598 Tagen) @ French Horn

Die beiden untersten Reihen links sind extrem lang. Hier sollte man den "Mut" haben, einige (wenige) Wippen auf die rechte Seite zu versetzen. Die Übersichtlichkeit wird dadurch nur geringfügig beeinträchtigt.

Spieltisch Passau

French Horn @, Samstag, 18. Januar 2025, 20:45 (vor 598 Tagen) @ perotin

Die beiden untersten Reihen links sind extrem lang. Hier sollte man den "Mut" haben, einige (wenige) Wippen auf die rechte Seite zu versetzen. Die Übersichtlichkeit wird dadurch nur geringfügig beeinträchtigt.

Beim alten Spieltisch war es so.
Dies wollte man auf keinen Fall mehr.
Die Terrassen würden trotzdem so bleiben.
Auf der rechten Seite braucht man auch noch mehr Platz für die vielen Gebläse.
Es ist nicht so einfach, wie man zunächst denkt...

Spieltisch Passau

French Horn @, Samstag, 18. Januar 2025, 20:57 (vor 598 Tagen) @ French Horn

Noch ein Detail (im Entwurf anders):

Die Schwelltritte werden in 2er Gruppen getrennt.
Grund: Zwischen diese kommt der Vorwärtssequenzer für den rechten Fuß (damit dieser optimal liegt).
Beim Entwurf ist er viel zu weit rechts (wie bei vielen größeren Orgeln).

Spieltisch Passau

oHo, Sonntag, 19. Januar 2025, 16:43 (vor 597 Tagen) @ French Horn

Die beiden untersten Reihen links sind extrem lang. Hier sollte man den "Mut" haben, einige (wenige) Wippen auf die rechte Seite zu versetzen. Die Übersichtlichkeit wird dadurch nur geringfügig beeinträchtigt.


Beim alten Spieltisch war es so.
Dies wollte man auf keinen Fall mehr.
Die Terrassen würden trotzdem so bleiben.
Auf der rechten Seite braucht man auch noch mehr Platz für die vielen Gebläse.
Es ist nicht so einfach, wie man zunächst denkt...

Wäre hier nicht ein "Dummy" hilfreich, um die Bedienbarkeit zu überprüfen, bevor der Spieltisch gebaut wird? Der könnte ja aus Spanplatten sein und nur die jeweils äußersten 5 Wippen jeder linken Zeile enthalten. Rechts könnte unbestückt bleiben, aber zumindest in der Form gebaut werden, um den Ein- und Ausstiegs zu testen.

Spannend wird es links m.E. in der (von unten) 1, 4. und obersten Zeile.

denkt, konstruktiv grüßend,
Oliver

Spieltisch Passau

French Horn @, Sonntag, 19. Januar 2025, 18:51 (vor 597 Tagen) @ oHo

Die beiden untersten Reihen links sind extrem lang. Hier sollte man den "Mut" haben, einige (wenige) Wippen auf die rechte Seite zu versetzen. Die Übersichtlichkeit wird dadurch nur geringfügig beeinträchtigt.


Beim alten Spieltisch war es so.
Dies wollte man auf keinen Fall mehr.
Die Terrassen würden trotzdem so bleiben.
Auf der rechten Seite braucht man auch noch mehr Platz für die vielen Gebläse.
Es ist nicht so einfach, wie man zunächst denkt...


Wäre hier nicht ein "Dummy" hilfreich, um die Bedienbarkeit zu überprüfen, bevor der Spieltisch gebaut wird?

Ein guter, konstruktiver Vorschlag! Ich werde diesen Aspekt nochmal besonders ansprechen.
Es ist noch genug Zeit...

Der könnte ja aus Spanplatten sein und nur die jeweils äußersten 5 Wippen jeder linken Zeile enthalten. Rechts könnte unbestückt bleiben, aber zumindest in der Form gebaut werden, um den Ein- und Ausstiegs zu testen.

Spannend wird es links m.E. in der (von unten) 1, 4. und obersten Zeile.

Könnte so sein...

Spieltisch Passau

friedemannw @, Gießen, Sonntag, 19. Januar 2025, 21:07 (vor 597 Tagen) @ French Horn

Danke für den Entwurf!
Was passiert mit dem alten Generalspieltisch?
Ich finde den Entwurf ziemlich langweilig - irgendwie nicht passend zur zukünftigen Orgelanlage.
Ich hätte mindestens so etwas in dieser Richtung erwartet (Quelle: Facebook, Orgelbau Kuhn):
[image]
(Klar - mit Steinmeyer-Wipen...) Schöne Holzauswahl, edle Intarsien, Mammut-belegte Untertasten ;)
So oder so ähnlich wie auf dem Entwurt sehen momentan einige Spieltische aus.
Da hat der alte Spieltisch mehr Eindruck gemacht.

Spieltisch Passau

Orgelwaldi, Sonntag, 19. Januar 2025, 21:45 (vor 597 Tagen) @ friedemannw

An den musste ich auch denken!
Oder Kevelaer Basilika. Auch sehr elegant gelöst für soviel Orgel

Spieltisch Passau

friedemannw @, Gießen, Sonntag, 19. Januar 2025, 22:11 (vor 597 Tagen) @ Orgelwaldi

Papenburg ist auch gut gelöst - der nimmt auch stilistische Details aus der Erbauungszeit der Orgel auf.

Spieltisch Passau

Karl-Bernhardin Kropf @, Rostock, Montag, 20. Januar 2025, 11:57 (vor 596 Tagen) @ friedemannw

Papenburg ist auch gut gelöst - der nimmt auch stilistische Details aus der Erbauungszeit der Orgel auf.

Ja, aber es gibt m. E. zu wenig Anknüpfung vor Ort - sicher, wir haben eine neugotische Kirche, aber die Orgel sieht ja doch anders aus.
Ich finde es toll, dass man diesen Schnitzerei-Aufwand betrieben hat, ich persönlich könnte im Papenburger Kontext darauf verzichten. Wie gesagt, nur meine Meinung.

Spieltisch Passau

French Horn @, Sonntag, 19. Januar 2025, 22:25 (vor 597 Tagen) @ friedemannw

Danke für den Entwurf!
Was passiert mit dem alten Generalspieltisch?

Der wurde (wie schon der Steinmeyer) eingelagert.

Ich finde den Entwurf ziemlich langweilig - irgendwie nicht passend zur zukünftigen Orgelanlage.

Geschmackssache. Langweilig finde ich ihn überhaupt nicht. Modern und kühl, aber elegant, würde ich sagen.
Der Alte hat zum Gehäuse sicher besser gepaßt. Ich habe auch für ein schönes Naturholz plädiert. Auch fürs Notenpult (Glas finde ich gar nicht schön). Die Mehrheit sieht dies anders.
Man will aber auch oben jetzt einen bewußten Kontrast.
Da entscheidet die Kunstkommission.
Unten stellt man mehr den Bezug zum modernen Hochaltar und der Chororgel her. Da paßt es für
mich gut. Es werden wohl auch Edelstahlelemente dabei sein.

Ich hätte mindestens so etwas in dieser Richtung erwartet (Quelle: Facebook, Orgelbau Kuhn):
[image]
(Klar - mit Steinmeyer-Wipen...) Schöne Holzauswahl, edle Intarsien, Mammut-belegte Untertasten


Dieser Spieltisch gefällt mir jetzt nicht so. Holz zu unruhig.
Er schaut aber edel aus.
Wo steht dieser?

So oder so ähnlich wie auf dem Entwurt sehen momentan einige Spieltische aus.

Richtig.

Da hat der alte Spieltisch mehr Eindruck gemacht.

Vielleicht.
Zunächst sollte der Alte auch umgebaut werden. Wurde dann aber verworfen.
Ich hätte auch die Schnitzereien des alten Spieltisches in den neuen (bei anderer Gestalt) integriert.

Insgesamt wird es da immer unterschiedliche Meinungen geben.

Spieltisch Passau

Florian-L @, Sonntag, 19. Januar 2025, 23:46 (vor 597 Tagen) @ French Horn

Dieser Spieltisch gefällt mir jetzt nicht so. Holz zu unruhig.
Er schaut aber edel aus.
Wo steht dieser?

In Saint-Maurice.

Spieltisch Saint-Maurice, war: Spieltisch Passau

Contrebasson 32' @, Wien, Donnerstag, 23. Januar 2025, 15:56 (vor 593 Tagen) @ friedemannw

Ich hätte mindestens so etwas in dieser Richtung erwartet (Quelle: Facebook, Orgelbau Kuhn):
[image]
(Klar - mit Steinmeyer-Wipen...) Schöne Holzauswahl, edle Intarsien, Mammut-belegte Untertasten ;)

Puuuh, so schön ich finde, dass Kuhn hier Registerwippen a la Klais verbaut hat (könnte wohl Dominiks Einfluss sein), so gewöhnungsbedürftig empfinde ich die Auswahl der Hölzer samt Hochglanzpolitur. Ohne Zweifel edel, teuer und in höchster handwerklicher Güte - aber ich dachte eigentlich, dass die Zeit für derlei Ästhetik längst vorüber ist...

Spieltisch Saint-Maurice, war: Spieltisch Passau

Friedrich @, Donnerstag, 23. Januar 2025, 17:29 (vor 593 Tagen) @ Contrebasson 32'

Ich hätte mindestens so etwas in dieser Richtung erwartet (Quelle: Facebook, Orgelbau Kuhn):
[image]
(Klar - mit Steinmeyer-Wipen...) Schöne Holzauswahl, edle Intarsien, Mammut-belegte Untertasten ;)


Puuuh, so schön ich finde, dass Kuhn hier Registerwippen a la Klais verbaut hat (könnte wohl Dominiks Einfluss sein), so gewöhnungsbedürftig empfinde ich die Auswahl der Hölzer samt Hochglanzpolitur. Ohne Zweifel edel, teuer und in höchster handwerklicher Güte - aber ich dachte eigentlich, dass die Zeit für derlei Ästhetik längst vorüber ist...

Stimmt, irgendwie erwartet man da Herrenzimmerduft (kalter Zigarrenrauch, Leder) und einen schweren gläsernen Ascher.

Spieltisch Saint-Maurice, war: Spieltisch Passau

Contrebasson 32' @, Wien, Donnerstag, 23. Januar 2025, 17:59 (vor 593 Tagen) @ Friedrich

Stimmt, irgendwie erwartet man da Herrenzimmerduft (kalter Zigarrenrauch, Leder) und einen schweren gläsernen Ascher.

Ein befreundeter Priester (vor 6 Jahren verstorben) hat sich um 2000 von Orgelbau Schulte für den Orgelneubau in seiner Pfarrei gewünscht, dass der Spieltisch in gleicher Qualität zu funieren sei wie sein Mercedes-Benz 300 - und den dafür nötigen Aufpreis wohl aus eigener Tasche gezahlt. Von daher ist deine Assoziation wirklich nicht abwegig ;)

Spieltisch Saint-Maurice, war: Spieltisch Passau

elias.orgel, Freitag, 24. Januar 2025, 11:37 (vor 592 Tagen) @ Contrebasson 32'

Ein befreundeter Priester... hat sich... gewünscht, dass der Spieltisch in gleicher Qualität zu funieren sei wie sein Mercedes-Benz 300

ich gehe mal davon aus, dass nicht der Benz sondern diverse Zierleisten / Teile im Innenraum entsprechend furniert wurde
aber was soll denn
"in gleicher Qualität zu furnieren"
heißen?

ich würde prinzipiell von jedem Tischler Meister erwarten, dass er zumindest gelernt hat qualitativ hochwertig zu furnieren...
bei Mercedes gibt es massenweise Massenware !

pS ich habe die Meister (einige) in der FurnierAbteilung bei MB mal persönlich kennen gelernt - wie erwähnt habe ich einen Furnier Fetisch...

--
Orgelspielen heißt: im Sitzen tanzen ...

... für Gott

Spieltisch Saint-Maurice, war: Spieltisch Passau

Contrebasson 32' @, Wien, Freitag, 24. Januar 2025, 13:02 (vor 592 Tagen) @ elias.orgel

Ein befreundeter Priester... hat sich... gewünscht, dass der Spieltisch in gleicher Qualität zu funieren sei wie sein Mercedes-Benz 300


ich gehe mal davon aus, dass nicht der Benz sondern diverse Zierleisten / Teile im Innenraum entsprechend furniert wurde
aber was soll denn
"in gleicher Qualität zu furnieren"
heißen?

ich würde prinzipiell von jedem Tischler Meister erwarten, dass er zumindest gelernt hat qualitativ hochwertig zu furnieren...
bei Mercedes gibt es massenweise Massenware !

pS ich habe die Meister (einige) in der FurnierAbteilung bei MB mal persönlich kennen gelernt - wie erwähnt habe ich einen Furnier Fetisch...

Natürlich ging es um die Zierleisten und diverse Abdeckungen im Innenraum, nicht um das Auto als Ganzes. Soweit ich Josef richtig verstanden habe, ist das Besondere beim MB 300 nicht bloß das Furnier an sich, sondern dessen Behandlung. Sprich: viele Schichten Klarlack und ebensoviele Polituren. Das war/ist einfach extrem aufwendig und wird so im Automobilbau heutzutage kaum noch gemacht.

Spieltisch Saint-Maurice, war: Spieltisch Passau

Karl-Bernhardin Kropf @, Rostock, Donnerstag, 23. Januar 2025, 19:08 (vor 593 Tagen) @ Friedrich

Puuuh, so schön ich finde, dass Kuhn hier Registerwippen a la Klais verbaut hat (könnte wohl Dominiks Einfluss sein), so gewöhnungsbedürftig empfinde ich die Auswahl der Hölzer samt Hochglanzpolitur. Ohne Zweifel edel, teuer und in höchster handwerklicher Güte - aber ich dachte eigentlich, dass die Zeit für derlei Ästhetik längst vorüber ist...


Stimmt, irgendwie erwartet man da Herrenzimmerduft (kalter Zigarrenrauch, Leder) und einen schweren gläsernen Ascher.

Super! Von den Spirituosen ganz zu schweigen.

Spieltisch Saint-Maurice, war: Spieltisch Passau

Karsten @, Donnerstag, 23. Januar 2025, 19:18 (vor 593 Tagen) @ Karl-Bernhardin Kropf

Puuuh, so schön ich finde, dass Kuhn hier Registerwippen a la Klais verbaut hat (könnte wohl Dominiks Einfluss sein), so gewöhnungsbedürftig empfinde ich die Auswahl der Hölzer samt Hochglanzpolitur. Ohne Zweifel edel, teuer und in höchster handwerklicher Güte - aber ich dachte eigentlich, dass die Zeit für derlei Ästhetik längst vorüber ist...


Stimmt, irgendwie erwartet man da Herrenzimmerduft (kalter Zigarrenrauch, Leder) und einen schweren gläsernen Ascher.


Super! Von den Spirituosen ganz zu schweigen.

https://youtu.be/2Tb9rGfI0Eg

Gruß
Karsten

Spieltisch Saint-Maurice, war: Spieltisch Passau

Florian-L @, Donnerstag, 23. Januar 2025, 21:06 (vor 593 Tagen) @ Karsten

[image]

Spieltisch Saint-Maurice, war: Spieltisch Passau

elias.orgel, Donnerstag, 23. Januar 2025, 23:31 (vor 593 Tagen) @ Florian-L

Ratzeburg Dom "Rauschwerk" nehme ich mal an...

--
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Spieltisch Saint-Maurice, war: Spieltisch Passau

Florian-L @, Freitag, 24. Januar 2025, 08:13 (vor 593 Tagen) @ elias.orgel

Ratzeburg Dom "Rauschwerk" nehme ich mal an...

Ja.

Spieltisch Saint-Maurice, war: Spieltisch Passau

3rd_astronaut, Donnerstag, 23. Januar 2025, 20:52 (vor 593 Tagen) @ Contrebasson 32'

ich sehe das dunkle gemaserte holz nicht als so altmodisch an. ja, es gibt diese verbindung zu verrauchten herrenzimmern, aber ich verbinde damit auch und eher inneneinrichtungen im bauhaus-/modernestil. mies van der rohe hat gerne solche hölzer verbaut, z.b. in der villa tugendhat https://austria-forum.org/attach/AEIOU/Villa_Tugendhat/Anrichte.jpg
also eher zeitlos edel in meinen augen.

Spieltisch Saint-Maurice, war: Spieltisch Passau

elias.orgel, Samstag, 25. Januar 2025, 14:55 (vor 591 Tagen) @ 3rd_astronaut

ich sehe das dunkle gemaserte holz nicht als so altmodisch an. ja, es gibt diese verbindung zu verrauchten herrenzimmern, aber ich verbinde damit auch und eher inneneinrichtungen im bauhaus-/modernestil. mies van der rohe hat gerne solche hölzer verbaut, z.b. in der villa tugendhat https://austria-forum.org/attach/AEIOU/Villa_Tugendhat/Anrichte.jpg
also eher zeitlos edel in meinen augen.

im Prinzip würde ich Dir zustimmen, aber Mies vd Rohe ist eher ein schlechtes Beispiel
ganz anders Bruno Paul, der mitunter, individuell passend zu jedem Haus, ganze Inneneinrichtungen aus Holz entworfen hat
in Soest zB gleich drei Luxus Villen, darunter auch eine für einen Furnierwerksbeitzer, der selbstverständlich darauf gedrungen hat nur die kostbarsten und exotischsten Hölzer zu verwenden...

ich tippe bei dem Spieltisch hier auf relativ "einfaches" Nussbaum Maser, welches noch dazu nicht besonders gut ausgesucht wurde (Notenpult) - das könnte aber (leider) auch Absicht gewesen sein...
über die Intarsie möchte ich lieber nichts schreiben... ;-)

--
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Spieltisch Saint-Maurice, war: Spieltisch Passau

elias.orgel, Freitag, 24. Januar 2025, 11:28 (vor 592 Tagen) @ Contrebasson 32'

so gewöhnungsbedürftig empfinde ich die Auswahl der Hölzer samt Hochglanzpolitur.

ich verkneife mir mal einen Kommentar - weiß jemand um welche Hölzer genau es sich hier handelt ?

--
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Spieltisch Passau

Alkooikerker @, Montag, 20. Januar 2025, 12:53 (vor 596 Tagen) @ French Horn

Papenburg

Notenpult Spieltisch Passau

oHo, Montag, 20. Januar 2025, 13:31 (vor 596 Tagen) @ French Horn

Was vermutlich in der Praxis nicht so wirklich angenehm sein wird, ist das Notenpult aus Glas:

- Ist es aus Plexiglas, zieht es Staub an und ist - selbst mit Oberflächenveredelung - schnell verkratzt.

- Ist es aus Echtglas und völlig klar, sieht man sehr schnell Fingerabdrücke und es wirkt schmutzig/unhygienisch.

- Ist es aus Echtglas und satiniert/geätzt, etc, wirk es nicht mehr so elegant/durchsichtig, wie im Bild.


In allen Fällen, ist es schwierig, Liedzettel, Einzelblätter, etc. daran zu fixieren.
Bei Holz- (oder Kunstoff-)Notenpulten lasse ich ein Stahlblech einarbeiten, so dass man mit Magneten als Fixierhilfe arbeiten kann. Das hat sich bewährt.

Bei reinem Glas bleibt fast nur den Einsatz von Klebebändern oder -streifen, was einerseits Spuren auf dem Glas hinterlässt und andererseits auch das angeheftete Papier beschädigen kann.

meint, nachdenklich grüßend,
Oliver

Notenpult Spieltisch Passau

MichaelS ⌂, Dülmen, Montag, 20. Januar 2025, 18:09 (vor 596 Tagen) @ oHo

Was vermutlich in der Praxis nicht so wirklich angenehm sein wird, ist das Notenpult aus Glas:

- Ist es aus Echtglas und völlig klar, sieht man sehr schnell Fingerabdrücke und es wirkt schmutzig/unhygienisch.

Ich denke, Klais hat inzwischen reichlich Erfahrung mit Notenpulten aus Glas. Und dass es ab und zu mal abgewischt wird kann ja auch nicht zu viel verlangt sein.

Übrigens auch ein sehr schönes Spieltisch-Beispiel von Klais, das auch die Frage nach der Bleistift-Ablage beantwortet:
https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/2/22/Hauptspieltisch_der_Orgeln_des_Frei...

--
"Wer glaubt, ein Christ zu sein, weil er die Kirche besucht, irrt sich. Man wird ja auch kein Auto, wenn man in eine Garage geht." (Albert Schweitzer)
www.bulderone.de

Notenpult Spieltisch Passau

French Horn @, Montag, 20. Januar 2025, 21:00 (vor 596 Tagen) @ MichaelS

Was vermutlich in der Praxis nicht so wirklich angenehm sein wird, ist das Notenpult aus Glas:

- Ist es aus Echtglas und völlig klar, sieht man sehr schnell Fingerabdrücke und es wirkt schmutzig/unhygienisch.


Ich denke, Klais hat inzwischen reichlich Erfahrung mit Notenpulten aus Glas. Und dass es ab und zu mal abgewischt wird kann ja auch nicht zu viel verlangt sein.

Wäre so, wird aber eben häufig leider nicht gemacht und dann schaut es gar nicht gut aus...
Für Passau habe ich schon gewarnt...

Übrigens auch ein sehr schönes Spieltisch-Beispiel von Klais, das auch die Frage nach der Bleistift-Ablage beantwortet:
https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/2/22/Hauptspieltisch_der_Orgeln_des_Frei...

Da wird in Passau schon daran gedacht...
Stauraum, Ablagemöchlichkeiten.

Notenpult Spieltisch Passau

zehnzweidrittel @, Montag, 20. Januar 2025, 19:52 (vor 596 Tagen) @ oHo

Abweichende Meinung zu Glas:
Ich würde bei einem freistehenden Spieltisch wsh. nie mehr etwas anderes als Glas wollen.
Wir haben uns für ein Glas-Notenpult entschieden, auf dem max. 5 Blätter A4 hoch Platz haben. Das ist für aufwändige Gottesdienste mit vielen verschiedenen Noten wunderbar praktisch. Und wenn nicht soviel Fläche benötigt wird, fällt das Pult auch nicht groß auf. Ich hatte auch noch nie den Bedarf, irgendetwas anzukleben. Trotz nachlässiger Reinigung schaut es nicht wirklich unsauber aus.

Viele Grüße
zehnzweidrittel

Notenpult Spieltisch Passau

French Horn @, Montag, 20. Januar 2025, 21:07 (vor 596 Tagen) @ zehnzweidrittel

Abweichende Meinung zu Glas:
Ich würde bei einem freistehenden Spieltisch wsh. nie mehr etwas anderes als Glas wollen.

Ich hätte zumindest auf der Empore ein Holznotenpult viel schöner gefunden.
Da war ich aber Einzelkämpfer... Demokratie... da sind wir auch wieder bei der Geschmacksfrage...
Mich stören schon immer auch die Spiegelungen...

Wir haben uns für ein Glas-Notenpult entschieden, auf dem max. 5 Blätter A4 hoch Platz haben. Das ist für aufwändige Gottesdienste mit vielen verschiedenen Noten wunderbar praktisch. Und wenn nicht soviel Fläche benötigt wird, fällt das Pult auch nicht groß auf. Ich hatte auch noch nie den Bedarf, irgendetwas anzukleben. Trotz nachlässiger Reinigung schaut es nicht wirklich unsauber aus.

Glas ist auch momentan modern...

Notenpult Spieltisch Passau

zehnzweidrittel @, Montag, 20. Januar 2025, 22:08 (vor 596 Tagen) @ French Horn

Bei uns ist Glas schon seit 2007 modern.
Wenn es jetzt modern sein soll, müsste es doch weiß oder grau werden.
Spaß beiseite:
Es ging uns damals einzig und allein um praktische Erwägungen - siehe mein Beitrag.
Viel Platz für Noten ist herrlich - aus einem Tablet spielen noch nicht alle Organisten ...

Thema Spiegelungen - hängt sicher primär von der Position des Spieltisches im Verhältnis zu den Fenstern ab. War bei uns noch kein Problem. Glück gehabt.

Spieltisch Passau

MichaelS ⌂, Dülmen, Montag, 20. Januar 2025, 17:42 (vor 596 Tagen) @ French Horn

Der sieht sehr schön aus. Auf den ersten Blick gefallen haben mir gleich die "Steinmeyer-Wippen". Und es wirklich nicht leicht, alle Bedienelemente für so viel Orgel unterzubringen, und den Spieltisch gleichzeitig auch für die intuitive Bedienung tauglich zu halten. Es wird immer mal wieder passieren, dass die Vorbereitungszeit knapp ist. Für Gottesdienst, Konzert usw.

Schön finde ich die in das Notenbrett integrierten Anzeigen. Da ich persönlich das Notenbrett gerne recht tief herunterziehe werden die Informationen nicht verdeckt.

Thema Registrant: wo steht dieser zum Blättern um noch ans Notenpult zu kommen? Da kommt es doch bestimmt zur "Feindberührung" mit Registerwippen in der untersten Ebene.

Die Anordnung der Register auf den Wippen ist wichtig. Von außen nach innen oder immer von links nach rechts? Also ich würde den Principal 16´ des Hauptwerkes links als erstes (oder Zweites, nach dem Bourdon 32´) suchen und die Zungen ganz außen.

Die optische Gestaltung würde ich zu entscheiden den Architekten und den Denkmalschützern überlassen, zumindest für den Standort im Kirchenraum. Der Standort auf der Empore könnte man in Puncto Holz ja an das Egedacher-Gehäuse anlehnen.

--
"Wer glaubt, ein Christ zu sein, weil er die Kirche besucht, irrt sich. Man wird ja auch kein Auto, wenn man in eine Garage geht." (Albert Schweitzer)
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Spieltisch Passau

French Horn @, Montag, 20. Januar 2025, 21:54 (vor 596 Tagen) @ MichaelS

Der sieht sehr schön aus. Auf den ersten Blick gefallen haben mir gleich die "Steinmeyer-Wippen". Und es wirklich nicht leicht, alle Bedienelemente für so viel Orgel unterzubringen, und den Spieltisch gleichzeitig auch für die intuitive Bedienung tauglich zu halten. Es wird immer mal wieder passieren, dass die Vorbereitungszeit knapp ist. Für Gottesdienst, Konzert usw.

Dies war z.B. auch ein Argument für feste Kombinationen in verschiedenen Stilrichtungen, um sofort einen Zugriff auf alle Lautstärke-Ebenen zu haben.
Man kann sie per Pistons auf der linken Seite aufrufen und mit Tastern unter den Manualen.

Schön finde ich die in das Notenbrett integrierten Anzeigen. Da ich persönlich das Notenbrett gerne recht tief herunterziehe werden die Informationen nicht verdeckt.

Daß es über dem 5. Manual keinerlei Schalter oder Anzeigen geben sollte, war sowieso gleich geklärt.


Thema Registrant: wo steht dieser zum Blättern um noch ans Notenpult zu kommen? Da kommt es doch bestimmt zur "Feindberührung" mit Registerwippen in der untersten Ebene.

Er steht auf jeden Fall rechts. Details muß man noch klären. Der Registranten-Sequenzer kommt nicht an die Stelle wie auf dem Entwurf. Es gibt auch noch einen Drehknopf für Registranten-Schweller Betätigung in der Nähe des Sequenzers.


Die Anordnung der Register auf den Wippen ist wichtig. Von außen nach innen oder immer von links nach rechts? Also ich würde den Principal 16´ des Hauptwerkes links als erstes (oder Zweites, nach dem Bourdon 32´) suchen und die Zungen ganz außen.

Es ist genau umgekehrt: links die Zungen dann geht es bis zum 64´nach außen.
Für mich ist es so gedanklich logisch. Gewohnheit...
Da war Einigkeit.
Es war bisher auch so.


Die optische Gestaltung würde ich zu entscheiden den Architekten und den Denkmalschützern überlassen, zumindest für den Standort im Kirchenraum. Der Standort auf der Empore könnte man in Puncto Holz ja an das Egedacher-Gehäuse anlehnen.

Diesen Vorschlag hab ich schon gemacht. Mal sehen, ob sich da noch was tut...

Spieltisch Passau

3rd_astronaut, Montag, 20. Januar 2025, 18:14 (vor 596 Tagen) @ French Horn

Das einzige was mir auffällt:
Ich bin normalgroß für heute (185), habe entsprechende Schuhgröße und bin ungeschickt (daher werde ich auch Orgeln dieses Kalibers nie spielen ;-) ).

Den einzigen Fußpiston, den ich blind und zuverlässig treffen will, ist der Sequenzer-Weiterschalter. Den würde ich mir direkt neben den "Gaspedalen" (Schweller & Rolle) und freigestellt wünschen. Die Freistellung könnte (für mich) etwas größer sein beim gezeigten Entwurf. Dafür könnte der Rest der Pistons enger angeordnet werden, die sind eh nur für Fuß-Artisten ;-).

Oder man reduziert die Schwelltritte um noch einen. Ich würde mir auch nicht zutrauen, den 2. oder 3. der 4 hier sauber zu treffen. Wird "man" oft mehr als 3 Schweller in einem Stück bedienen wollen oder könnte man auch mit einem Verhältnis 8:3 statt 8:4 (vorhanden:aktiv) gut auskommen bei einfacherer Bedienbarkeit?

Links unten ist heftig mit den Wippen, aber ist sicher nicht einfach anders zu machen. Zumindest farbige Schriften werden helfen (farbige Wippen sind ja abgewählt). Vielleicht wirklich ein Mock-Up herstellen, die Kosten sind ja eh nicht von Pappe, vermute ich mal …

Spieltisch Passau

French Horn @, Montag, 20. Januar 2025, 22:10 (vor 596 Tagen) @ 3rd_astronaut

Den einzigen Fußpiston, den ich blind und zuverlässig treffen will, ist der Sequenzer-Weiterschalter. Den würde ich mir direkt neben den "Gaspedalen" (Schweller & Rolle) und freigestellt wünschen. Die Freistellung könnte (für mich) etwas größer sein beim gezeigten Entwurf. Dafür könnte der Rest der Pistons enger angeordnet werden, die sind eh nur für Fuß-Artisten ;-).

An dies wurde schon gedacht!
Auf dem Entwurf stimmt dies noch nicht.
Links neben der Walze ist der Piston Vorwärts-Sequenzer für den linken Fuß. Daneben im Abstand
Cresc. an mit Leutchtdiode. Falls man sich da wirklich vertreten sollte passiert normalerweise nichts...
Sequenzer rückwärts kommt nur in die obere Reihe.
Der 2. Vorwärts-Sequenzer Piston kommt neben den 2. Schwelltritt als "Solist" für den rechten Fuß in optimaler Lage. 4 Schwelltritte als 2er Gruppe bleiben. Neben dem 4. Schwelltritt kommt der Piston Generalschweller mit Leuchtdiode.

Links unten ist heftig mit den Wippen, aber ist sicher nicht einfach anders zu machen. Zumindest farbige Schriften werden helfen (farbige Wippen sind ja abgewählt). Vielleicht wirklich ein Mock-Up herstellen, die Kosten sind ja eh nicht von Pappe, vermute ich mal …

Die Zungen (bei dieser großen Zahl) und HD Register werden auf jeden Fall gekennzeichnet.
Farbige Schriften könnte ich mir auch gut vorstellen. Auf der linken Seite ist eigentlich eh alles klar. Jede Reihe ist ein Werk. Rechts mit den Teilorgeln ist es "schwieriger".

Spieltisch Passau

French Horn @, Dienstag, 21. Januar 2025, 01:27 (vor 596 Tagen) @ French Horn

Hier noch eine Draufsicht auf den Spieltisch.
Man kann sich so die Entfernungen besser vorstellen.
Außen wird er nicht eckig!

[image]

Spieltisch Passau

oHo, Dienstag, 21. Januar 2025, 01:56 (vor 596 Tagen) @ French Horn

Wenn die Orgelbank in dieser Abbildung an einer realistischen Stelle steht - was mir so scheint - dann frage ich mich unwillkürlich, wie der Organist sich verdrehen müsste, um die äußersten Wippen links zu bedienen...

Ich beneide die Spieltischplaner nicht. Schon bei den 197 Wippen und über 40 Drucktastern der Auenorgel war der Aufwand enorm. Vor allem, weil der Anspruch war, den Spieltisch so zu gestalten, dass Gastorganisten und Vertretungen sich möglichst leicht und schnell zurechtfinden.

Noch eine Anregung: An einer geeigneten Stelle - z.B. dritte Zeile von unten rechts außen ein paar Wippen einbauen, die man frei belegen (oder für spätere Wünsche nutzen) kann. So auch für programmierbare Funktionen, die man dann nicht fummelig über ein Tablet bedienen muss.

Und eine Frage: Wie und wo habt Ihr die Zungenabsteller vorgesehen?


grüßt, fröhlich mitdenkend,
Oliver

Spieltisch Passau

French Horn @, Dienstag, 21. Januar 2025, 21:02 (vor 595 Tagen) @ oHo

Wenn die Orgelbank in dieser Abbildung an einer realistischen Stelle steht - was mir so scheint - dann frage ich mich unwillkürlich, wie der Organist sich verdrehen müsste, um die äußersten Wippen links zu bedienen...

Das wird schon noch in Simulation getestet.
Wahrscheinlich muß man aber wohl auch irgendwo Kompromisse machen...


Ich beneide die Spieltischplaner nicht. Schon bei den 197 Wippen und über 40 Drucktastern der Auenorgel war der Aufwand enorm. Vor allem, weil der Anspruch war, den Spieltisch so zu gestalten, dass Gastorganisten und Vertretungen sich möglichst leicht und schnell zurechtfinden.

Auch dieser Gedanke ist in Passau ein sehr wichtiges Anliegen.


Noch eine Anregung: An einer geeigneten Stelle - z.B. dritte Zeile von unten rechts außen ein paar Wippen einbauen, die man frei belegen (oder für spätere Wünsche nutzen) kann. So auch für programmierbare Funktionen, die man dann nicht fummelig über ein Tablet bedienen muss.

Werde ich mir notieren und ansprechen.


Und eine Frage: Wie und wo habt Ihr die Zungenabsteller vorgesehen?

Soweit ich es im Kopf habe, sind keine Zungenabsteller geplant.
Wo sollen bei knapp 80 Zungen diese Schalter auch noch einen vernünftigen Platz finden?
Wenn, dann wohl nur im Touch zu machen.
Werde da auch noch nachfragen.
Ob man diese auch wirklich braucht...
Man kann sie bei Bedarf auch aus dem Setzer nehmen, wenn was arg daneben liegt...
Mit Setzern habe ich bisher noch nie Absteller vermißt.

Spieltisch Passau

Karl-Bernhardin Kropf @, Rostock, Dienstag, 21. Januar 2025, 22:40 (vor 595 Tagen) @ French Horn

Und eine Frage: Wie und wo habt Ihr die Zungenabsteller vorgesehen?


Soweit ich es im Kopf habe, sind keine Zungenabsteller geplant.
Wo sollen bei knapp 80 Zungen diese Schalter auch noch einen vernünftigen Platz finden?
Wenn, dann wohl nur im Touch zu machen.
Werde da auch noch nachfragen.
Ob man diese auch wirklich braucht...
Man kann sie bei Bedarf auch aus dem Setzer nehmen, wenn was arg daneben liegt...
Mit Setzern habe ich bisher noch nie Absteller vermißt.

Ja, ich denke auch, dass man bei so einem Instrument keine Absteller vorsehen müssen sollte. Es gibt ja auch keine Sperrventile mehr. In den Crescendi oder regelmäßig genutzten L.O.-Setzerkombinationen wird ja vermutoich nicht irgend ein Regal oder eine Vox humana enthalten sein, und für die anderen Zungenregister darf man an so einer Stätte unterstellen, dass sie gestimmt sind. Die helfenden Technologien für das Ein-Mann-Stimmen werden vermutlich vorhanden sein.

Spieltisch Passau

French Horn @, Mittwoch, 22. Januar 2025, 01:03 (vor 595 Tagen) @ French Horn

Hier noch eine Perspektive:

[image]

Spieltisch Passau

Karl-Bernhardin Kropf @, Rostock, Mittwoch, 22. Januar 2025, 11:13 (vor 594 Tagen) @ French Horn

Hier noch eine Perspektive:

[image]

Ich bin überrascht - die Wippen stehen in "Aus" senkrecht? Oder ist das eine Vereinfachung im Rendering?

Spieltisch Passau

French Horn @, Mittwoch, 22. Januar 2025, 12:05 (vor 594 Tagen) @ Karl-Bernhardin Kropf

Ich bin überrascht - die Wippen stehen in "Aus" senkrecht? Oder ist das eine Vereinfachung im Rendering?

Im Entwurf ist es tatsächlich so.
Wird aber nicht so gemacht.

Spieltisch Passau

Contrebasson 32' @, Wien, Donnerstag, 23. Januar 2025, 16:18 (vor 593 Tagen) @ French Horn
bearbeitet von Contrebasson 32', Donnerstag, 23. Januar 2025, 16:21

Was mir schon bei den anderen Renderings aufgefallen ist: Das Tablet ist relativ klein. Wird hier nicht Sinua verbaut? Wenn doch: wieso nicht einen größeren Touchscreen nutzen, um die vielen mit Sinua verbundenen Möglichkeiten nicht am Wegesrand liegen lassen zu müssen - gerade wenn man in Richtung neuer Musik und der Möglichkeiten denkt, wie man sie nun bspw. in Ratingen, Malmö, Düsseldorf-Oberkassel, Amsterdam oder Hamburg hat.

Ich kann hier als Beispiel nur folgende Videos empfehlen...

... oder den Austausch mit unseren Mitforisten Silvan Meschke und Markus Hinz ;)

Spieltisch Passau

Florian-L @, Donnerstag, 23. Januar 2025, 17:34 (vor 593 Tagen) @ Contrebasson 32'

Ich kann hier als Beispiel nur folgende Videos empfehlen...

Tjark Pinne wird übrigens Domorganist in Oslo.

Tjark Pinne wird Osloer Domorganist; war: Spieltisch Passau

Contrebasson 32' @, Wien, Donnerstag, 23. Januar 2025, 18:03 (vor 593 Tagen) @ Florian-L

Ich kann hier als Beispiel nur folgende Videos empfehlen...

Tjark Pinne wird übrigens Domorganist in Oslo.

Oh, das sind ja tolle Neuigkeiten. Laut von dir verlinktem Text soll er dort auch eine Kulturkirche aufbauen. Vielleicht bekommt diese dann ja eine Hyperorgel, ist die Orgel im Dom zu Oslo doch eher konservativ disponiert.

Tjark Pinne wird Osloer Domorganist; war: Spieltisch Passau

Gast @, Freitag, 24. Januar 2025, 00:58 (vor 593 Tagen) @ Contrebasson 32'

Oh, das sind ja tolle Neuigkeiten. Laut von dir verlinktem Text soll er dort auch eine Kulturkirche aufbauen. Vielleicht bekommt diese dann ja eine Hyperorgel, ist die Orgel im Dom zu Oslo doch eher konservativ disponiert.

Die Orgel ist nicht nur konservativ, sondern vor allem auch stinklangweilig. (Ryde&Berg sind nicht die inspirierendsten, was Intonation angeht…)

Am kommenden Wochenende werde ich «meine» Orgel dem norwegischem Pendant der GDO vorstellen…
Meine Kollegen haben mir immerhin «Viel Erfolg» gewünscht ????????

Ich denke nicht, dass es in den nächsten 10-15 Jahren eine «Hyperorgel» in Norwegen geben wird.

Tjark Pinne wird Osloer Domorganist; war: Spieltisch Passau

Contrebasson 32' @, Wien, Freitag, 24. Januar 2025, 09:35 (vor 593 Tagen) @ Gast

Oh, das sind ja tolle Neuigkeiten. Laut von dir verlinktem Text soll er dort auch eine Kulturkirche aufbauen. Vielleicht bekommt diese dann ja eine Hyperorgel, ist die Orgel im Dom zu Oslo doch eher konservativ disponiert.


Die Orgel ist nicht nur konservativ, sondern vor allem auch stinklangweilig. (Ryde&Berg sind nicht die inspirierendsten, was Intonation angeht…)

Am kommenden Wochenende werde ich «meine» Orgel dem norwegischem Pendant der GDO vorstellen…
Meine Kollegen haben mir immerhin «Viel Erfolg» gewünscht ????????

Ich denke nicht, dass es in den nächsten 10-15 Jahren eine «Hyperorgel» in Norwegen geben wird.

Er wird wohl seine Beweggründe haben - es gibt wahrscheinlich schlechtere Posten ;)

PS: Dir viel Erfolg für die Orgelvorführung!

Tjark Pinne wird Osloer Domorganist; war: Spieltisch Passau

Wolfgang Gourgé @, Freitag, 24. Januar 2025, 12:28 (vor 592 Tagen) @ Contrebasson 32'

Oh, das sind ja tolle Neuigkeiten. Laut von dir verlinktem Text soll er dort auch eine Kulturkirche aufbauen. Vielleicht bekommt diese dann ja eine Hyperorgel, ist die Orgel im Dom zu Oslo doch eher konservativ disponiert.


Die Orgel ist nicht nur konservativ, sondern vor allem auch stinklangweilig. (Ryde&Berg sind nicht die inspirierendsten, was Intonation angeht…)

Am kommenden Wochenende werde ich «meine» Orgel dem norwegischem Pendant der GDO vorstellen…
Meine Kollegen haben mir immerhin «Viel Erfolg» gewünscht ????????

Ich denke nicht, dass es in den nächsten 10-15 Jahren eine «Hyperorgel» in Norwegen geben wird.


Er wird wohl seine Beweggründe haben - es gibt wahrscheinlich schlechtere Posten ;)

PS: Dir viel Erfolg für die Orgelvorführung!

....seine Hamburger Stelle war vom Umfang her meines Wissens begrenzt, zudem gibt es an St. Nicolai zwei KiMu-Stellen, von denen die erste seit einiger Zeit mit Anne Michael - ehemals Meldorfer Dom - besetzt ist. Und für eine "zweite" Stelle ist Tjark Pinne, der ein exzellenter Musiker ist, "zu groß" - jemand mit dieser Befähigung, Potential und auch orgelästhetisch weitem Horizont ist auf einer "ersten Stelle" am richtigen Platz.

Tjark Pinne wird Osloer Domorganist; war: Spieltisch Passau

Karl-Bernhardin Kropf @, Rostock, Freitag, 24. Januar 2025, 12:50 (vor 592 Tagen) @ Wolfgang Gourgé

....seine Hamburger Stelle war vom Umfang her meines Wissens begrenzt, zudem gibt es an St. Nicolai zwei KiMu-Stellen, von denen die erste seit einiger Zeit mit Anne Michael - ehemals Meldorfer Dom - besetzt ist. Und für eine "zweite" Stelle ist Tjark Pinne, der ein exzellenter Musiker ist, "zu groß" - jemand mit dieser Befähigung, Potential und auch orgelästhetisch weitem Horizont ist auf einer "ersten Stelle" am richtigen Platz.

Allerdings ist er primus inter pares.

Wie ich hörte, wird seine Hamburger Stelle auch wieder ausgeschrieben.

Tjark Pinne wird Osloer Domorganist; war: Spieltisch Passau

Contrebasson 32' @, Wien, Freitag, 24. Januar 2025, 13:14 (vor 592 Tagen) @ Karl-Bernhardin Kropf

....seine Hamburger Stelle war vom Umfang her meines Wissens begrenzt, zudem gibt es an St. Nicolai zwei KiMu-Stellen, von denen die erste seit einiger Zeit mit Anne Michael - ehemals Meldorfer Dom - besetzt ist. Und für eine "zweite" Stelle ist Tjark Pinne, der ein exzellenter Musiker ist, "zu groß" - jemand mit dieser Befähigung, Potential und auch orgelästhetisch weitem Horizont ist auf einer "ersten Stelle" am richtigen Platz.


Allerdings ist er primus inter pares.

Wie auch immer, ich hoffe, dass man von ihm noch viel hört! :)

DNOS war:Tjark Pinne wird Osloer Domorganist

Gast @, Samstag, 25. Januar 2025, 21:32 (vor 591 Tagen) @ Contrebasson 32'

PS: Dir viel Erfolg für die Orgelvorführung!

Da habe ich heute die norwegische Orgelgesellschaft ueberlebt :-]
Ca. 20 von 300 Mitglieder waren zum Jahreshauptversammlungswochenende gekommen. Grade mal 5-6 waren überhaupt noch berufsaktiv, davon auch nur 3-4 wirklich orgeltechnisch interessiert…

Mein «mechanischer Zweithobel» war für den Großteil tatsächlich interessanter - liegt aber wahrscheinlich daran, dass der Erbauer vor zwei Jahren gestorben ist und selbst Mitglied der Orgelgesellschaft war?
An meinem Hauptsitz wurde natürlich viel über die Kirche selbst und die Akkustik diskutiert - fast alle waren auch einmal durch die Orgel gelatscht. (Geht problemlos, da zwei Eingänge :-) ) Übrig blieben leider tatsächlich grade mal 3 Personen, mit denen ich wirklich einen fachlichen Austausch hatte, was Möglichkeiten und Begrenzungen der digitalen Traktur anging…
(Was mich definitiv überrascht hat: 2 von denen meinen tatsächlich, dass man mit dem Espressivo-System einen gewissen Einfluss auf den Anschlag merkt!)

Gut, jetzt zurück zur «Hyperorgel» :-)
Hier braucht es nicht nur einen gut vernetzten Visionär, sondern auch vor allem auch einen geeigneten Ort - und den sehe ich grade nicht. Es gibt vielleicht eine Handvoll Kirchen hier, die überhaupt den Platz dafür hätten, die aktuellen sind schon «besetzt».; davon ab sind auch «Orgelanlagen» hier kaum vorhanden. (Mir fällt tatsächlich nur Nidaros, Ålesund und Kristiansand ein, wenn man Fernwerke mal außen vor lässt?)

Es wird hier ein langer Weg werden - die Moeglichkeiten der Digitalen Traktur sind hier definitiv noch «Neuland» :-)
Ich würde mein Instrument auch nicht als «Hyperorgan» bezeichnen: Wenn ich es heute geschafft haben sollte , 3-4 aktive Kollegen davon zu überzeugen, dass digitale Traktur die klanglichen Möglichkeiten des «klassischen Kerns» extrem erweitert, bin ich bereits zufrieden :-)

PS: Auch der Domorfanist in Oslo hat sich zum leitenden Domkantor zu verhalten :-)

Spieltisch Passau

French Horn @, Freitag, 24. Januar 2025, 08:48 (vor 593 Tagen) @ Contrebasson 32'

Was mir schon bei den anderen Renderings aufgefallen ist: Das Tablet ist relativ klein.

Das wird schon groß genug.

Wird hier nicht Sinua verbaut?

Nein.
Die Basis für den Setzer in Passau ist München, St. Margaret.

Spieltisch Passau

oHo, Mittwoch, 22. Januar 2025, 15:43 (vor 594 Tagen) @ French Horn

Und eine Frage: Wie und wo habt Ihr die Zungenabsteller vorgesehen?


Soweit ich es im Kopf habe, sind keine Zungenabsteller geplant.
Wo sollen bei knapp 80 Zungen diese Schalter auch noch einen vernünftigen Platz finden?
Wenn, dann wohl nur im Touch zu machen.
Werde da auch noch nachfragen.
Ob man diese auch wirklich braucht...
Man kann sie bei Bedarf auch aus dem Setzer nehmen, wenn was arg daneben liegt...
Mit Setzern habe ich bisher noch nie Absteller vermißt.

Gerade im Setzer - und in der Walze - sind Zungenabsteller sinnvoll und manchmal nötig.

Wenn in einer gesetzten oder gewalzten Kombination irgendwo eine Zunge "kippt" oder beim Konzert stärker verstimmt ist, als beim Setzen, muss man sie schnell und ohne lang zu suchen abstellen können.

D.h. man muss den Abstellen idealerweise dort finden, wo die Registerwippe ist. Im Auenspieltisch haben wir das so gelöst, dass über jeder Registerwippe ein kleiner Drücker ist, der die Wippe neutralisiert. Er zeigt seine Aktivierung durch Leuchten an. Und bleibt solange aktiv (das heisst, auch für alle folgenden Kombinationen oder Walzenstellungen) bis man ihn wieder drückt und er nicht mehr leuchtet.

Hier am Beispiel der Pedalzungen:

[image]

Ich finde das eine ganz praktische Lösung, die de facto keinen zusätzlichen Platz verbraucht.

berichtet, fröhlich grüßend,
Oliver

Spieltisch Passau

MAT @, Mittwoch, 22. Januar 2025, 15:48 (vor 594 Tagen) @ oHo

Gute Lösung, finde ich.

--
Gruß
MAT

Spieltisch Passau

Karl-Bernhardin Kropf @, Rostock, Mittwoch, 22. Januar 2025, 15:52 (vor 594 Tagen) @ oHo

Wenn in einer gesetzten oder gewalzten Kombination irgendwo eine Zunge "kippt" oder beim Konzert stärker verstimmt ist, als beim Setzen...

Hm, das Kippen ist ja meist sehr vereinzelt, hoffentlich. Hängt von der Situation ab, ob der gekippte Ton den Verzicht auf das gesamte Register begründet.

Bei Zungen mag es ja noch relativ leicht sein (bei sehr vielen Zungen, wie in PA schon schwieriger), das störende Register zu identifizieren. Doch ich erlebte immer wieder sehr viel Hilflosigkeit beim Bestimmen störender Pfeifen, manchmal sogar bei den Hausorganist:innen.

Ich finde das eine ganz praktische Lösung, die de facto keinen zusätzlichen Platz verbraucht.

Dem "stimme" ich gerne zu!

Spieltisch Passau

French Horn @, Mittwoch, 22. Januar 2025, 17:09 (vor 594 Tagen) @ oHo

Gerade im Setzer - und in der Walze - sind Zungenabsteller sinnvoll und manchmal nötig.

Wenn in einer gesetzten oder gewalzten Kombination irgendwo eine Zunge "kippt" oder beim Konzert stärker verstimmt ist, als beim Setzen, muss man sie schnell und ohne lang zu suchen abstellen können.

Gutes Argument!

D.h. man muss den Abstellen idealerweise dort finden, wo die Registerwippe ist. Im Auenspieltisch haben wir das so gelöst, dass über jeder Registerwippe ein kleiner Drücker ist, der die Wippe neutralisiert. Er zeigt seine Aktivierung durch Leuchten an. Und bleibt solange aktiv (das heisst, auch für alle folgenden Kombinationen oder Walzenstellungen) bis man ihn wieder drückt und er nicht mehr leuchtet.

Sehr gute Lösung! Das werden wir diskutieren! Wäre in Passau teilweise so möglich (in der obersten Reihe sind über den Zungen die Zuschalter... das sind aber auch die Solo-Zungen...)

Hier am Beispiel der Pedalzungen:

[image]

Ich finde das eine ganz praktische Lösung, die de facto keinen zusätzlichen Platz verbraucht.

Spieltisch Passau

Wolfgang Gourgé @, Donnerstag, 23. Januar 2025, 18:28 (vor 593 Tagen) @ French Horn

Hallo zusammen,

vielleicht ist der Entwurf für die beiden identischen Generalspieltische im Passauer Dom zu den derzeitigen Diskussionen eine willkommene Abwechslung und viel interessanter...
Da kann man wohl sinnvoller diskutieren...

Vor Kurzem gab es eine Sitzung der Spieltisch Arbeitsgruppe und dort wurden viele Details mit
entsprechenden Änderungen besprochen. Diese werden nun in den Ausgangs-Entwurf eingearbeitet.
Zur Erläuterung: Auf der linken Seite sind alle Register der Hauptorgel.
Von unten nach oben: Pedal, Hauptwerk, Positiv, Schwellwerk, Brustwerk.
Die Reihe oben sind alle Solowerke (Hauptorgel und Balkone).
Koppeln gibt es keine. Alle Werke sind frei zuschaltbar in 16´8´4´.
Die Schwelltritte sind für die 8 Schwellwerke frei programmierbar (inklusive Generalschweller) und werden in einem Display auf der 3. Ebene angezeigt.
Dies soll es zunächst mal gewesen sein...

[image]

.....wäre es möglicherweise sinnvoll, die unteren Registerreihen etwas "flacher" anzuordnen? Ich könnte mir vorstellen, dass deren Ablesbarkeit und Bedienfreundlichkeit nicht optimal ist, wenn sie so waagerecht ausgerichtet sind wie hier.

Im Hinblick auf die schiere Zahl an Registern/Wippen/Schaltern kommt man hier imo schon an die Grenze des Machbaren, selbst die Orgel des Wiener Stephansdoms wird hier nochmal übertroffen. Ich hätte deshalb überlegt, nicht mehr alle Teil-Orgeln des Doms an den Generalspieltisch anzuschließen (muss die Chororgel wirklich vom Generalspieltisch aus ansteuerbar sein?), sondern nur das, was man für das "große Spiel" wirklich braucht (also insbesondere die Orgelanlage im Westen) - auch wenn das zur Folge hätte, dass man dann nicht mehr von der "größten Kirchenorgel der Welt" sprechen kann. Ich finde, dass diese größt-höchst-meist-best-Überbietungsformeln ohnehin verjährt sind....

regt, ebenfalls freundlich grüßend, an:
Wolfgang

Spieltisch Passau

MCVL @, Donnerstag, 23. Januar 2025, 23:35 (vor 593 Tagen) @ Wolfgang Gourgé
bearbeitet von MCVL, Donnerstag, 23. Januar 2025, 23:44

Im Hinblick auf die schiere Zahl an Registern/Wippen/Schaltern kommt man hier imo schon an die Grenze des Machbaren, selbst die Orgel des Wiener Stephansdoms wird hier nochmal übertroffen. Ich hätte deshalb überlegt, nicht mehr alle Teil-Orgeln des Doms an den Generalspieltisch anzuschließen (muss die Chororgel wirklich vom Generalspieltisch aus ansteuerbar sein?), sondern nur das, was man für das "große Spiel" wirklich braucht (also insbesondere die Orgelanlage im Westen) - auch wenn das zur Folge hätte, dass man dann nicht mehr von der "größten Kirchenorgel der Welt" sprechen kann. Ich finde, dass diese größt-höchst-meist-best-Überbietungsformeln ohnehin verjährt sind....

regt, ebenfalls freundlich grüßend, an:
Wolfgang

Mutig Mutig Mutig

im Prinzip habe ich mir schon länger die gleichen Gedanken gemacht.

Man muss auch dazu die geschichtliche Entwicklung im Auge behalten, wie es eigentlich zu diesem fast schon als Wahnsinn zu bezeichnenden Projekt in Passau kam.
Die Orgelanlage im benachbarten Schweiklberg war ja der Initialzünder dafür: Schweiklberg beruht im Grundprinzip auf Beuron und Beuron auf Einsiedeln.

Allen Gesamtorgelanlagen dieser Zeit ist auch gemeinsam, daß von einem Spieltisch aus verschiedenen Orgeln bedient wurden, aber deren Registerzahl immer zusammengerechnet wurde, so in Beuron 33 für die Hauptorgel und 22 für die Chororgel (so gerechnet stimmt das natürlich mit der ersten elektrischen Großorgel im Kaiserreich). In Schweiklberg die Hauptorgel, die Chororgel und das Fernwerk.
Ohne das Vorbild Schweiklberg wäre Passau nicht in dieser Form entstanden.

Spieltisch Passau

French Horn @, Freitag, 24. Januar 2025, 00:18 (vor 593 Tagen) @ Wolfgang Gourgé

.....wäre es möglicherweise sinnvoll, die unteren Registerreihen etwas "flacher" anzuordnen?

Da wird sicher noch getestet.

Ich könnte mir vorstellen, dass deren Ablesbarkeit und Bedienfreundlichkeit nicht optimal ist, wenn sie so waagerecht ausgerichtet sind wie hier.

Nicht von der Hand zu weisen.


Im Hinblick auf die schiere Zahl an Registern/Wippen/Schaltern kommt man hier imo schon an die Grenze des Machbaren, selbst die Orgel des Wiener Stephansdoms wird hier nochmal übertroffen. Ich hätte deshalb überlegt, nicht mehr alle Teil-Orgeln des Doms an den Generalspieltisch anzuschließen (muss die Chororgel wirklich vom Generalspieltisch aus ansteuerbar sein?)

Sie muß!!! Sicher keine Option! Die Chororgel (besonders auch das Pedalwerk) hat gerade mit den Balkonwerken zusammen jetzt noch mehr Bedeutung. Dies wäre wie eine Amputation. Dann könnte man sie gleich stilllegen!
Dann sind die Balkonwerke gleich mal isoliert...

sondern nur das, was man für das "große Spiel" wirklich braucht (also insbesondere die Orgelanlage im Westen)

Damit würde man den Grundgedanken der Gesamtanlage zerstören.
Man will nicht nur das "große Spiel". Dialog, Feinheiten...
Mit diesem Vorschlag hätte ich nicht gerechnet!

auch wenn das zur Folge hätte, dass man dann nicht mehr von der "größten Kirchenorgel der Welt" sprechen kann. Ich finde, dass diese größt-höchst-meist-best-Überbietungsformeln ohnehin verjährt sind....

Die Pfeifen wären ja trotzdem da... was ändert dann dies?
Das Grundkonzept stammt von Steinmeyer und ist jetzt nicht neu "erfunden"...

Spieltisch Passau

Karl-Bernhardin Kropf @, Rostock, Freitag, 24. Januar 2025, 09:35 (vor 593 Tagen) @ French Horn

Ich hätte deshalb überlegt, nicht mehr alle Teil-Orgeln des Doms an den Generalspieltisch anzuschließen (muss die Chororgel wirklich vom Generalspieltisch aus ansteuerbar sein?)

Sie muß!!! Sicher keine Option! Die Chororgel (besonders auch das Pedalwerk) hat gerade mit den Balkonwerken zusammen jetzt noch mehr Bedeutung. Dies wäre wie eine Amputation. Dann könnte man sie gleich stilllegen!
Dann sind die Balkonwerke gleich mal isoliert...

Wichtiger Gedanke.

sondern nur das, was man für das "große Spiel" wirklich braucht (also insbesondere die Orgelanlage im Westen)

Damit würde man den Grundgedanken der Gesamtanlage zerstören.
Man will nicht nur das "große Spiel". Dialog, Feinheiten...

Das Team Grenzing/Weimbs, also vor allem Grenzing/Andreas Fuchs, haben bei ihrem Beitrag zu unserem Wettbewerb betont, dass nach ihrer internationalen Erfahrung die Organistenschar immer meckern würde, wenn eine Orgelanlage nicht komplett anspielbar wäre. Wir hatten in der Auslobung zugunsten der Ergonomie und auch aufgrund der Tatsache, dass wechelseitig zwischen HO und CO gespielt können werden sollte, durchaus angeregt, nur eine Auswahl zu treffen oder so. Wie gesagt, Grenzing ging so weit, einen eigentlich nicht vorgesehenen Zentralspieltisch zu entwerfen und auch beweisen zu wollen, dass das kein Monster würde (es wären ja viel weniger Elemente als in PA geworden, aber das Gebilde wäre deutlich größer als unsere vorhandene Orgel gewesen).
Rieger wiederum ließ sich darauf ein, dass sozusagen in amerikanischer Praxis von unten an der CO zwar die HO gespielt werden würde, aber vor allem aus Setzerkombis, mithin haptische/physische Bedienelemente entfallen könnten.
Es gab im Preisgericht und vorab in der Orgelkommission teilweise starken Widerstand gegen einen Zentraltisch und auch dagegen, dass an einer eher kleinen (15-20) CO ein großer Tisch (incl HO) steht.

auch wenn das zur Folge hätte, dass man dann nicht mehr von der "größten Kirchenorgel der Welt" sprechen kann. Ich finde, dass diese größt-höchst-meist-best-Überbietungsformeln ohnehin verjährt sind....

Die Pfeifen wären ja trotzdem da... was ändert dann dies?
Das Grundkonzept stammt von Steinmeyer und ist jetzt nicht neu "erfunden"...

Also, ich wäre sofort bei jener Orghanistengruppe, die "alles" an der Hand haben will. Zugegeben, in PA zahlt man aufgrund der Dimensionen dafür einen gewaltigen Preis.

Bei dieser Gelegenheit ein weiterer Aspekt: Technisch und potentiell gesehen bieten diese Anlagen viele unübliche Gestaltungsmöglichkeiten für Orgelliteratur, vor allem nämlich die Verteilung der Struktur im Raum. Das aber zu praktizieren und zu präsentieren erfordert mindestens einen willigen Hausorganisten, da dieser die Anlage am besten kennt und weiß, wann er auch mal in der Kirche zwischendurch ein wenig vorbereiten kann, und/oder viel Übemöglichkeit für Gäste.

Vom Wiener Stephansdom weiß ich, dass durch liturgischen Betrieb und Nachbarschaftsschutz diese Zeiten recht begrenzt sind. Über Mainz weiß ich nichts - wie ist es in Passau? Zynisch könnte man sagen, dass dank Priestermangels immer mehr Übezeit frei wird. Allerdings können Andachten und Gebete ja auch ohne Kleriker stattfinden.

Spieltisch Passau

Gast @, Samstag, 25. Januar 2025, 21:59 (vor 591 Tagen) @ French Horn

Zum Design möchte ich mich hier nicht äußern :-)

Aber - bitte, bitte, bitte! -auf beiden Seiten und auch im Pedalbereich Pistons für Bluetooth einplanen!
Immer mehr Organisten spielen aus I-Pad&Co, außerdem wird es bei diesem Monstrum das manuelle Umblättern für einen Assistenten echt zu einer Herausforderung?

Spieltisch Passau - Pedalteilung

oHo, Donnerstag, 30. Januar 2025, 15:07 (vor 586 Tagen) @ French Horn

Hallo zusammen,

vielleicht ist der Entwurf für die beiden identischen Generalspieltische im Passauer Dom zu den derzeitigen Diskussionen eine willkommene Abwechslung und viel interessanter...
Da kann man wohl sinnvoller diskutieren...

Da bei dieser Orgel ja sicher eine Pedalteilung vorgesehen ist, hier eine Erfahrung aus der Auenkirche Berlin:

Die Auswahl des Teilungspunktes und der Wechsel desselben - manchmal auch mitten im Stück oder der Improvisation - wird ungemein praktikabel, wenn das nicht über ein Tablet/Touchscreen passieren muss, sondern per Knopfdruck geschehen kann. Hier in der Aue gibt es ein ausziehbares Bedienfeld dafür mit - bei aktivierter Pedalteilung - leuchtendem Drücker.

[image]

Und logischerweise lässt sich die Pedalteilung mit im Setzer abspeichern.

berichtet, fröhlich grüßend,
Oliver

Spieltisch Passau - Pedalteilung

elias.orgel, Donnerstag, 30. Januar 2025, 15:18 (vor 586 Tagen) @ oHo
bearbeitet von elias.orgel, Donnerstag, 30. Januar 2025, 15:26

Ich bin ein großer Freund von physischen Schaltern - zumindest erlebe ich Touchscreens oftmals als (noch) nicht sehr ergonomisch...
aber der ganze Platz hier (nur für Knöpfe der Pedalteilung) erscheint mir sehr verschwendet - da wäre eine offen programmierbare Lösung ähnlich dem Streamdeck doch wesentlich "besser" gewesen...

findet "der andere" oliver ;-)

--
Orgelspielen heißt: im Sitzen tanzen ...

... für Gott

Spieltisch Passau - Pedalteilung

oHo, Donnerstag, 30. Januar 2025, 15:51 (vor 586 Tagen) @ elias.orgel

Ich bin ein großer Freund von physischen Schaltern - zumindest erlebe ich Touchscreens oftmals als (noch) nicht sehr ergonomisch...
aber der ganze Platz hier (nur für Knöpfe der Pedalteilung) erscheint mir sehr verschwendet - da wäre eine offen programmierbare Lösung ähnlich dem Streamdeck doch wesentlich "besser" gewesen...

findet "der andere" oliver ;-)

Ich hatte nur den relevanten Teil des Auszugs abgebildet. In diesem Auszug sind noch weitere Funktionen, die man nicht ständig braucht. Insofern hält sich die Platzverschwendung in Grenzen.

[image]

meint, fröhlich grüßend,
Oliver

Spieltisch Passau - Pedalteilung

elias.orgel, Donnerstag, 30. Januar 2025, 17:31 (vor 586 Tagen) @ oHo

Die (elektrischen) Verstellungs Möglichkeiten der PedalPosition in alle drei Raumrichtungen finde ich persönlich großartig - und kann nicht verstehen wieso das nicht Standard ist (bei modernen El Spieltischen) habe ich "damals" vor fast 30 Jahren in Marten ebenfalls gefordert (allerdings nicht elektrisch)

leider kenne ich den Spieltisch der Auenkirche nicht um beurteilen zu können in wie weit oder fern oder überhaupt frei belegbare Schalter etc vorhanden sind ;-)

--
Orgelspielen heißt: im Sitzen tanzen ...

... für Gott

Spieltisch Passau - Pedalteilung

Karl-Bernhardin Kropf @, Rostock, Donnerstag, 30. Januar 2025, 18:10 (vor 586 Tagen) @ oHo

(Unwisssend könnte man es für eine Ansteuerung von großen Röhrenglocken halten).

Ansprechend. Die gewählte und dann leuchtende Taste - gehört die dann zum oberen oder zum unteren Abschnitt?
Und hat man größeren Einfluss auf die Registerzuweisung, oder ist automatisch links Pedal und rechts Angekoppeltes?

Spieltisch Passau - Pedalteilung

WK @, Donnerstag, 30. Januar 2025, 23:04 (vor 586 Tagen) @ Karl-Bernhardin Kropf

Die gewählte Note ist der höchste Ton der unteren Abteilung. Links erklingen die Pedalregister, rechts alles, was gekoppelt ist.

Spieltisch Passau - Pedalteilung

Gast @, Freitag, 31. Januar 2025, 00:38 (vor 586 Tagen) @ oHo

Die Auswahl des Teilungspunktes und der Wechsel desselben - manchmal auch mitten im Stück oder der Improvisation - wird ungemein praktikabel, wenn das nicht über ein Tablet/Touchscreen passieren muss, sondern per Knopfdruck geschehen kann. Hier in der Aue gibt es ein ausziehbares Bedienfeld dafür mit - bei aktivierter Pedalteilung - leuchtendem Drücker.

Nice!

Ich bevorzuge mittlerweile die automatische bzw. Variable Teilung; grade bei der Improvisation.
Das erfordert etwas Disziplin, was die Anschlagskultur angeht; beim konsequent zweistimmigen Spiel (auch polyphon) braucht man sich um eine Grenze aber eigentlich gar keine Gedanken mehr zu machen…
Der fixe Teilungspunkt ist dann nur noch für das einstimmigen Spiel in der Mittellage relevant - da das System einfach nicht wissen kann, ob ich dort mit dem rechten oder linken Fuß anfange :-)

Wenn meine alte Laukhuff-Bananensoftware (reift beim Kunden…) das kann, hoffe ich doch inständig, dass das als Option in Passau auch alternativ benutzt werden kann?

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