Setzeranlage Freiburg St. Johann

Cornopean @, Mittwoch, 27. November 2024, 19:24 (vor 653 Tagen) @ Karl-Bernhardin Kropf

Das ist absolut super gelöst. Metzler hat die Registerzugmagnete (Orgelpunkt S1.2 synchron) direkt in das Gestänge der Traktur eingebaut und hierfür Flansche angeschweißt. Alle Magnete arbeiten synchronisiert, sodass die Registerzüge gleichzeitig und nicht irgendwann nacheinander herausgedrückt werden. Das alles ist super leise und recht schnell, am Ende bremsen die Magnete rechtzeitig ab, damit die Traktur nicht in die Endpositionen schlägt. Das Einzige, was ein größeres Geräusch verursacht, sind die Magnete, die die Koppeltritte bewegen. Diese ist nämlich vollmechanisch geblieben.

Musikalisch hat die Orgel dadurch vor allem für die Liturgie, aber natürlich auch für die Literatur sehr gewonnen. Was vorher nicht ohne 2 Registranten (und dann manchmal durchaus mühsam) realisierbar war, wird jetzt möglich.

Neben dem Einbau der Gambe wurden auch Windprobleme im Pedal sehr wirkungsvoll gelöst, sodass der 16' Prinzipal nun eigenen Wind bekommt und nicht mehr zu viel Wind aus der Kanzelle zieht.

Die ausgleichende Intonation hat den Charakter sehr schön bewahrt, der Orgel aber mehr Fundament gegeben. Wahnsinnig schön geworden ist der singende 8' Prinzipal im Hauptwerk - dem könnte ich stundenlang zuhören. Auch die Wirkung des Schwellwerks ist nun sehr ordentlich, die Intonation der Zungen dort viel besser als vorher.

Insgesamt also eine sehr gelungene Arbeit! Man kann Stephan Rahn nur zum gelungenen Dienstinstrument gratulieren.


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