Odile Bailleux †

domorgelfan, Mittwoch, 20. November 2024, 14:28 (vor 660 Tagen)

Odile Bailleux (* 30. Dezember 1939 in Trappes; † 19. November 2024) war eine französische Cembalistin und Organistin.

Bailleux studierte auf dem Conservatoire à rayonnement régional de Versailles und in der École César-Franck bei Jean Fellot und Édouard Souberbielle. Nachdem sie 1964 an der Internationalen Orgelakademie in Saint-Maximin teilgenommen und 1965 ihr Studium abgeschlossen hatte, ging sie 1969 nach Frankfurt am Main, um mit dem Organisten Helmut Walcha zusammenzuarbeiten.

Nachdem Bailleux bereits seit 1966 Stellvertreterin von Antoine Reboulot war, war sie ab 1973 neben André Isoir die Organistin der Abtei Saint-Germain-des-Prés. Ab 1990 war sie auch die Organistin von Notre-Dame-des-Blancs-Manteaux.

Als Cembalistin war sie ab 1977 Mitglied von La Grande Écurie et la Chambre du Roy (mit der mehrere Aufnahmen entstanden). 1985 veröffentlichte sie das Buch La musique pour clavier au nord de l’Europe autour de 1600. Nach eigener Ansicht war sie in ihrem Spiel von Walcha, Gustav Leonhardt, Scott Ross und Michel Chapuis beeinflusst. Sie hat aber auch mit den Jazz- und Improvisationsmusikern des Ensembles Armonicord um Jouk Minor zusammengearbeitet.

Ab 1980 unterrichtete Bailleux Orgel am Konservatorium von Bourg-la-Reine.


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